MOTORSPORT: Eifeler Allianz in der Hölle

MOTORSPORT: Eifeler Allianz in der Hölle

KARLSHAUSEN/KELBERG. Ein Eifel-Duo für den Langstrecken-Klassiker: Mit einem BMW M3, aufgebaut von Schirmer Motorsport aus Kelberg, bestreitet Arno Klasen aus Karlshausen, Vorjahres-Dritter im Gesamtklassement, das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring.

Drei Liter Hubraum, etwa 400 PS. Das sind die Daten des Fahrzeugs, das Arno Klasen aus Karlshausen am Wochenende mit seinen Teamkollegen Arnd Meyer, Michael Funke und Markus Gedlich fahren wird. Nachdem die Marke Porsche, für die Klasen im vergangenen Jahr noch die 24-stündige Hatz über Nordschleife und Grand Prix-Strecke auf dem Siegerpodest beendet hatte, in diesem Jahr ausschließlich auf Werksfahrer setzt, änderte der routinierte Langstreckenpilot seine Planung. So kommt es am Wochenende zur "Eifeler Allianz". "Man kennt sich aus Rennen und aus dem Training. Und auch von manchen Waldläufen oder aus dem Fitness-Studio. Da war es kein großes Wunder, dass der Kontakt für das gemeinsame Vorhaben zustande kam", sagt der 37-jährige Klasen. Der IT-Manager arbeitet mit dem Team von Schirmer Motorsport zusammen. "Thomas Schirmer rief im Winter an und machte mir die Sache schmackhaft. Ich war von dem Konzept überzeugt, und jetzt gehen wir es gemeinsam an." Klasen und seine drei Mitstreiter sowie Thomas Schirmer und seine Mannschaft, die das Fahrzeug während des Winters aufgebaut haben, erfüllen beim 24-Stunden-Rennen neben dem sportlichen auch noch einen industriellen Auftrag. "Der M3 dient der Industrie als Versuchswagen für Achs-Teile, Differential und Getriebe", erklärt Klasen. Thomas Schirmer setzt am Wochenende noch einen zweiten M3 ein. Einer der Fahrer ist Joachim Kiesch aus Nusbaum. Den BMW getestet hat Klasen unter anderem beim ersten Lauf zur VLN-Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring Ende April. Klasen möchte auch in diesem Jahr vorne mitmischen. "Im Motorsport können zwar immer unvorhergesehene Dinge wie technische Probleme oder Kollisionen auf den Rennverlauf Einfluss nehmen, aber wir haben uns den Klassensieg und einen Platz unter den Top Ten im Gesamtklassement zum Ziel gesetzt."