MOTORSPORT: Heimspiel ohne Glück

MOTORSPORT: Heimspiel ohne Glück

NÜRBURGRING. Nur mit viel Pech hat Phillip Leisen bei seinem "Heimspiel" auf dem Nürburgring einen Sprung aufs Treppchen des Seat Leon Supercopa verpasst. Als Zweiter der Startaufstellung kostete ihn ein Rempler unmittelbar nach dem Start eine bessere Platzierung.

Endlich lief nach etlichen technischen Problemen im bisherigen Saisonverlauf Leisens Einsatzgerät, der etwa 300 PS starke Seat Leon, wieder rund ("Am Auto hat alles gepasst"), da machten dem jungen Mann aus der Südeifel die Motorsport-typischen Umstände diesmal einen Strich durch die Rechnung. Im ersten Rennen am Samstag konnte sich Leisen nach dem irregulären Regen-Qualifying noch nach vorn arbeiten, profitierte auch von einigen Ausfällen und landete somit auf Rang sieben. "Von den Rundenzeiten her war ich einer der schnellsten, aber die Datenauswertung hat ergeben, dass ich im ersten Sektor 1,2 Sekunden verloren habe. Das sind natürlich Welten", bilanzierte der Irreler den Samstag. Am Sonntag dann sah es umso besser aus. Auf Rang zwei aus der ersten Startreihe ins Rennen gehend, hatte Phillip beste Bedingungen, doch "es fing schon alles mit meinem beschissenen Start an", analysierte er den sonntäglichen Rennbeginn. Eingangs der Mercedes-Arena kam es dann zu einer Karambolage zahlreicher Fahrzeuge, wobei Phillip in das Heck des vor ihm fahrenden Neuseeländers Peter Scharmach fuhr. "Eine Verwarnung hätte es auch getan, es lag ja kein Vorsatz vor", kommentierte er seine darauf folgende Durchfahrtsstrafe. "In einem Markenpokal hast du bei so einer Strafe natürlich keine Chance mehr, noch vorne rein zu fahren. Ich war als Siebter oder Achter noch an der Spitzengruppe dran, ein Treppchenplatz wäre durchaus noch möglich gewesen", haderte Leisen, den viele Freunde und Bekannte auf den Nürburgring begleitet hatten, mit dem Schicksal. So blieb am Ende nur Rang 13 im zweiten Rennen des Wochenendes. Mit 22 Punkten liegt der Eifeler Motorsportler sechs Rennen vor Schluss auf Rang 13 des "Supercopa". Gefahren wird noch in Zandvoort, Le Mans und Hockenheim. "Da sind noch 120 Punkte zu vergeben. Das persönliche Ziel vor meiner ersten Copa-Saison war ein Platz unter den ersten zehn. Das ist immer noch machbar, auch weil mir der Dünenkurs von Zandvoort sehr entgegen kommt", gibt sich der Pechvogel des Wochenendes für die restlichen Veranstaltungen vorsichtig optimistisch.