MOTORSPORT : Udo schütt(elt) Verfolger ab

MOTORSPORT : Udo schütt(elt) Verfolger ab

GEISLINGEN/OBEREHE: Udo Schütt und Beifahrer Thomas Juchmes sind nach wie vor das Maß aller Dinge im Suzuki Rallye Cup. Die beiden Eifeler bauten ihre Führung in der Gesamtwertung des Rallye-Prädikates aus.

Der Suzuki-Rallye-Cup erlebte am vergangenen Wochenende einen heißen Start in die zweite Saisonhälfte. Schauplatz des fünften von acht Wertungsläufen war der Albaufstieg bei Geislingen an der Steige, vielen Autofahrern bestens vom Anstieg der Autobahn A 8 Stuttgart-München bekannt. Hochsommerliche Temperaturen und viele kleine Ausrutscher dominierten den Wertungslauf bei der Rallye Baden-Württemberg und sorgten für zusätzliche Spannungsmomente. Dabei blieb das Team vom Motorsportclub Oberehe trotz drückender Schwüle ganz cool und fuhr souverän zu seinem zweiten Saisonsieg. Der 23-jährige Monschauer Udo Schütt und sein zehn Jahre älterer Co-Pilot Thomas Juchems aus Kelberg erwiesen sich erneut als perfekt funktionierendes Team. Beide fuhren in der anstrengenden Zweitageshatz über 445 Kilometer fehlerfrei zum zweiten Saisonerfolg und konnten dank der errungenen Maximal-Punktzahl ihre Führung im Gesamtklassement weiter ausbauen. Insgesamt wurden 16 Wertungsprüfungen über 142 Bestzeit-Kilometer gefahren. Schütt bestätigte unter schwierigen Bedingungen erneut, dass er eines der größten Talente im deutschen Rallyesport ist. Zweiter wurde der furios gestartete, aber zwischenzeitlich zurückgefallene 25-jährige Thüringer Jeffrey Wiesner mit Claudia Harloff (23). Auf dem verbleibenden Podestplatz landeten Vorjahressieger Gianni di Noto (24) und Beifahrer Frank Christian (21). Die lange Ausfallliste zeugte von der Härte der Veranstaltung bei tropischen Temperaturen. Mitfavorit Florian Niegel (22), Sven Allinger (25), der Finne Kari Hytönen (40) sowie der Belgier Mario Thelen (25) sahen diesmal nicht die Zielflagge. Des einen Pech, des anderen Glück: Der 18 Lenze junge Tim Dämgen holte mit Rang vier ebenso sein bestes Saisonergebnis wie die direkt dahinter platzierte Schweizerin Iris Thurnherr (22), die als Fünfte drei Plätze vor ihrer gleichaltrigen Fahrerkollegin Maike Suhr einlief. Ganz vorne sicherte sich Udo Schütt jedoch mit einem deutlichen Vorsprung seinen zweiten Saisonsieg und baute seine Tabellenführung deutlich aus. "Trotzdem bin ich nicht ganz zufrieden", so der Eifeler Rallyesportler. "Es wäre sicher noch schneller gegangen, aber ich fand einfach nicht den richtigen Rhythmus. Hauptsache gewonnen, das gibt Sicherheit für die nächsten Rennen", sagte der Monschauer, nachdem er seinen 125 PS starken Suzuki Ignis Sport im Ziel abgestellt hatte. Schütt kommt damit seinem Ziel ("Ich will einmal einen WM-Lauf fahren") schon mit 23 Jahren immer näher. Auf den Gesamtsieger wartet am Jahresende nämlich nicht nur ein nagelneuer Suzuki Swift, sondern auch die Chance, sich als Junior bei der Suzuki-Fördersichtung für höhere Aufgaben zu qualifizieren.Stand (nach fünf von acht Läufen): 1. Schütt (76 Punkte), 2. Wiesner (inkl. 60), 3. Niegel (54), 4. Di Noto, (40); Rookie-Wertung: 1. Schütt (21 Punkte), 2. Niegel (15 Punkte), 3. Wallenwein (6 Punkte); Nächster Lauf: AvD Schotter-Rallye Franken (26. August)