Musik mit Stil und ohne Grenzen

Musik mit Stil und ohne Grenzen

Seit September 2014 ist ihr Album „Listen“ draußen und wir können euch sagen: Der beste Ort, um sich die Scheibe ins Ohr zu stecken, ist ein Rummelplatz. Angefangen beim emotionalsten Kooks-Song ihrer gesamten Karriere fährt das Album musikalisch eine Runde Achterbahn.

Sei es die markante Stimme von Sänger Luke Pritchard oder die unverwechselbaren Gitarrenriffs, die ihre Songs durchziehen - The Kooks haben längst ihren eigenen Stil etabliert. Kein Wunder, dass ihre Tracks an kaum einem Indie-DJ vorbeikommen. Auch kann man sich nur schwer irren, wenn eines dieser unverwechselbaren Stücke, wie "Seaside" oder "Junk Of The Heart", über den Dancefloor fegt. Dabei verändern sie sich mit jedem Album, das sie veröffentlichen. Auf ihrer neuesten Scheibe "Listen" sind sie musikalisch durch Raum und Zeit gereist, mal ins Melancholische und mal in den Partybeat ausgerissen - ihren Sound haben sie dabei keinesfalls verloren. Und sogar ein sehr persönlicher Track ist auf der Platte zu finden: In "See Me Now" singt Luke für seinen verstorbenen Vater. So emotional haben wir The Kooks bisher noch nicht erlebt. Ob sie allerdings wirklich so verrückt sind, wie es ihr Bandname zu verstehen gibt, lässt sich schwer sagen - zeichnet ihre Geschichte doch eine ziemlich klare Linie. Und trotzdem haben sie es nie für nötig gehalten, sich an der Masse zu orientieren, sondern viel lieber ihre eigenen Song-Kreationen durchgesetzt.

Luke Pritchard (Gesang, Gitarre), Hugh Harris (Gitarre), Max Rafferty (Bass) und Paul Garred (Schlagzeug) treffen im Jahr 2003 über gemeinsame Freunde aufeinander. Zusammen entdecken sie die Welt der Musik, jammen und erfinden eigene Songs. Nach der Schule beginnen sie, im südenglischen Brighton Musik zu studieren. Ihr erstes Projekt soll aber keine Eigenkreation sein, sondern ein Cover. Die Jungs entscheiden sich für eine Version des Strokes-Tracks "Reptilia". Für ihren ersten Auftritt übernehmen sie den Namen von Lukes alter Band und bleiben schließlich dabei. The Kooks entfernen sich schnell von dem Image der Coverband, feilen an ihren eigenen Songideen und senden ihre Tapes an verschiedene Produzenten.

Schon nach drei Monaten geraten sie zufällig an einen Musikmanager, der sie prompt unter Vertrag nimmt. Der Erfolg stellt sich schnell ein und so spielen sie 2006 als Vorgruppe der Rolling Stones. Über die Jahre strecken sie ihre Fühler in alle Richtungen aus, lernen verschiedene Musikstile und Menschen kennen. Ihre Songs verändern sich kontinuierlich, sind geprägt von den eigenen Erfahrungen - sogar von Dub und Elektro lassen sie sich später inspirieren - aber nicht, ohne durchweg an der längst definierten Eigenmarke festzuhalten. Auch die Band selbst durchläuft Phasen der Veränderung: Bassist Max Rafferty steigt 2008 aus, weil er sich dem Termindruck nicht mehr gewachsen fühlt. Dafür übernimmt erst Dan Logan und schließlich Peter Denton den Bass.

Eine Bandgeschichte, wie sie strukturierter nicht sein kann, ein Sänger, dessen Stimme so eingängig ist, dass man nicht erst sein Gegenüber fragen muss, welche Band gerade gespielt wird und ein Sound, der so viele Einflüsse vereint, dass man ihn ungern in ein Genre stecken mag - The Kooks sind das perfekte Beispiel für vier Jungs, für die Musik kein Business, sondern eine Lebenseinstellung ist. Am 01.02. kommen sie nach Luxemburg und spielen live im Musikclub den Atelier. Lifestyle verlost 2 x 2 Tickets. Schreibt einfach eine Mail an Redaktion@lifestyle-tr.de mit Betreff "The Kooks".