Musikalischer Dialog

Musikalischer Dialog

FREUDENBURG. (red) "Church Meets Synagogue" lautet der Titel eines Konzertes, einem "Highlight" der 14. Internationalen Orgelfestwochen Rheinland-Pfalz 2005, das am Sonntag, 11. September, 17 Uhr, in der Pfarrkirche Heilige Dreifaltigkeit in Freudenburg besondere Akzente setzen soll.

Die international bekannte Klarinettistin Irith Gabriely und der Organist Hans-Joachim Dumeier präsentieren ein Musikprojekt, welches das übliche Schema einer Programmgestaltung sprengt: in ihren Konzerten werden klassische Musik, Werke jüdischer Komponisten und Klezmermusik (Domenico Cimarosa, J.S. Bach, Duke Ellington, Ernest Bloch sowie Suiten of Synagogue/Dance) in eine reizvolle Spannung gestellt, wodurch auf musikalischer Ebene ein christlich-jüdischer Dialog zu Stande kommt. Irith Gabriely mit ihrer Klarinette und Hans-Joachim Dumeier an der Orgel geben einen Einblick in einen Musikstil, der von schwermütiger Melancholie und Trauer bis hin zu euphorischer Freude alle Gemütslagen vertont. Der Eintritt ist frei. Der Erlös der Türkollekte ist für die Eisenbarth-Orgel. Irith Gabriely, in Haifa geboren, gründete 1986 neben ihrer Tätigkeit als erste Klarinettistin am Staatstheater Darmstadt die Klezmergruppe "Colalaila", mit der sie seitdem in vielen Ländern Europas Konzerte gibt. 1991 wurde sie beim größten Klezmerfestival in Zefat (Israel) mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Als "Queen of Klezmer" nahm sie mit "Colalaila" auf dem Edinborough Festival 1998 eine weitere besondere Auszeichnung entgegen. Ihre Auftritte in der Berliner Philharmonie, der Musikhalle Hamburg und der Alten Oper Frankfurt begeisterten in diesem Jahr bereits das Publikum. Mittlerweile sind neun CDs mit Irith Gabriely erschienen, darunter auch die gleichnamige CD "Church meets Synagogue". Hans-Joachim Dumeier studierte Orgel bei dem Pariser Organisten Daniel Roth. Seit 1986 ist er Kantor an der evangelischen Stadtkirche Michelstadt und konzertiert in vielen Ländern Europas sowie in den USA. Neben der künstlerischen Leitung der Michelstädter Musiknächte gilt sein besonderes Augenmerk der jüdischen Musik und Kultur. Er ist Referent des "Center of Jewish Culture and Creativity" (Los Angeles).