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25 Züge falln pro Tag im Schnitt aus

Bahnverkehr : 9000 Zugausfälle im vergangenen Jahr

Insgesamt 9024 Züge sind im Jahr 2018 in Luxemburg ausgefallen – das sind immerhin im Schnitt rund 25 pro Tag. Die Gründe reichten von Schienennetzproblemen bis hin zu „Fremdeinwirkung von Drittpersonen”.

Nicht einmal vier Prozent der Ausfälle sind durch das Personal bedingt.

Immer mehr Menschen in Luxemburg nutzen die Bahn. Allerdings empfinden viele CFL-Kunden sie auch als unzuverlässig. Wie der ADR-Abgeordnete (Alternativ Demokratesch Reformpartei) Jeff Engelen feststellt, sollen 2018 auch Personalprobleme der Eisenbahngesellschaft CFL für zumindest einige der 9024 Zugausfälle verantwortlich gewesen sein. Aus diesem Grund richtete er eine parlamentarische Anfrage an Transportminister François Bausch (Grüne), um mehr über die Gründe und gegebenenfalls geplanten Gegenmaßnahmen zu erfahren.

Aus der Antwort des Ministers geht hervor, dass 309 der Zugausfälle durch Probleme bei oder mit dem Personal verursacht wurden. Sie machen somit 3,4 Prozent aller Ausfälle aus. Als genaue Ursache nennt der Minister Fehler von CFL-Mitarbeitern sowie Verspätungen oder komplette Abwesenheit von Personalmitgliedern.

Die staatliche Eisenbahngesellschaft will diese Fehlerquellen künftig nicht nur durch Fortbildungen, Analysen oder persönliche Gespräche mit betroffenen Mitarbeitern ausschalten. Geplant seien verschiedene Digitalisierungsprojekte, die Zugausfälle durch den „menschlichen Faktor” vermeiden sollen.

Dazu gehört das sogenannte Railtab, ein Tablet, das Fahr- und Zugbegleitungspersonal in Zukunft die Arbeit vereinfachen soll.

Klassische krankheitsbedingte Ausfälle werden mit Hilfe eines Reserve-Systems aufgefangen. Sollte dieses nicht ausreichen, werden Programmänderungen vorgenommen oder Personal wird zurückgerufen. Im Falle von Grippewellen könne es dennoch zu Engpässen kommen. Verspätetes Erscheinen am Arbeitsplatz wird mit Disziplinarmaßnahmen geahndet.

Autor Steve Rommes ist Redakteur beim Tageblatt.