Busunglück auf Madeira - Laschet bestätigt: NRW-Bürger unter den Opfern

Verunglückter Bus auf Madeira : Passagiere kommen offenbar aus verschiedenen Teilen Deutschlands

Die Deutschen aus dem verunglückten Reisebus auf Madeira sollen aus verschiedenen Teilen der Bundesrepublik kommen. Angestellte des Hotels, in dem die Touristen untergebracht waren, sagten, es handele sich nicht um eine gemeinsame Reisegruppe.

Bei den Opfern der Reisebus-Tragödie auf der portugiesischen Urlaubsinsel Madeira handelt es sich nach Angaben des Hotels, in dem die Touristen untergebracht waren, um Deutsche aus verschiedenen Teilen der Bundesrepublik. Sie haben ihre Reise offenbar bei demselben Veranstalter gebucht. Das sagte eine Angestellte der Hotelanlage „Quinta Splendida“ in der Ortschaft Caniço am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. Nach ihren Angaben handelte es sich aber nicht um eine gemeinsame Reisegruppe.

Die Reisenden seien zu verschiedenen Zeitpunkten auf Madeira angekommen und hätten über einen deutschen Reiseveranstalter und dessen portugiesischen Partner Ausflüge gebucht, sagte eine Mitarbeiterin des Hotels am Donnerstagmorgen der Deutschen Presse-Agentur. Die Gäste des Veranstalters reisten normalerweise immer donnerstags und dienstags an, hieß es weiter.

Der Bus mit mehr als 50 Passagieren an Bord war am Mittwochabend in Caniço in der Gemeinde Santa Cruz verunglückt. Nach bisherigen Erkenntnissen starben dabei 29 Menschen. Der Fahrer hatte die Kontrolle über den Bus verloren. Das Fahrzeug kam von der Straße ab, rutschte eine Böschung herunter und stürzte auf ein Haus, dabei überschlug es sich offenbar mehrfach.

Das Haus, auf das der verunglückte Reisebus auf Madeira gestürzt ist, war zum Unfallzeitpunkt leer. Das bestätigte der Bürgermeister des Ortes Caniço, Filipe Sousa, der portugiesischen Onlinezeitung „Observador“.

Die Bundesregierung äußerte sich bestürzt über das Unglück.Sie denke "mit Trauer und Bestürzung an unsere Landsleute und alle anderen Menschen, die von dem fürchterlichen Busunglück auf Madeira betroffen sind", ließ Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Donnerstag über Regierungssprecher Steffen Seibert erklären. Merkel sprach den Angehörigen der Toten ihre Anteilnahme aus. Zugleich dankte sie allen auf Madeira, die an der Unglücksstelle "unter schwierigen Umständen" im Einsatz waren. Eine konkrete Zahl von Opfern nannte die Kanzlerin nicht.

Das Außenministerium in Berlin richtete eine Hotline ein, unter der sich Angehörige informieren können (030-50003000).

(lhen/hebu/AFP/dpa/KNA)
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