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Ein Preisindex für alle deutschen Städte: Wo das Leben in NRW am teuersten ist und wo am günstigsten

Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hat gemeinsam mit dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) einen Preisindex für alle deutschen Landkreise und kreisfreien Städte erstellt. Der Preisindex dokumentiert, wie teuer oder günstig das Leben in jeder einzelnen Stadt im Verhältnis zum Bundesdurchschnitt ist. Miete, Wasser, Strom, Gas und andere Brennstoffe machen im Warenkorb des Statistischen Bundesamtes etwa ein Viertel aus. Insgesamt hat es für die Entstehung des Index etwa drei Jahre gebraucht. Das liegt an der enormen Menge an Preisen, die ermittelt werden mussten. Rund 24 Millionen Daten sind aus dem Jahr 2022 in die Berechnungen eingeflossen. Ergebnisse für NRW: In NRW ragen Köln und Düsseldorf heraus. In Köln liegen die Wohnkosten schon mehr als 30 Prozent, in Düsseldorf auch noch mehr als ein Viertel über dem Bundesschnitt. Auch in Bonn und Münster sind die Differenzen zum Rest des Landes beträchtlich. Alle vier Städte verzeichnen wegen der Vielzahl an Jobs und als Universitätsstädte besonders hohe Nachfrage nach Wohnraum. Am anderen Ende der NRW-Tabelle liegen u.a. Gelsenkirchen Hamm und Höxter. Da liegen die Preise für Wohnen, Energie und Lebensmittel mehr als fünf Prozent unter dem Bundesdurchschnitt. Ergebnisse für Deutschland insgesamt: Im Gesamtresultat liegt München um 25 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Der große Preisunterschied liegt daran, dass die Wohnkosten bundesweit sehr unterschiedlich sind. Nimmt man den Wohnfaktor heraus, liegen gerade mal sechs Prozent zwischen ganz oben und ganz unten. Dagegen haben die Lebenshaltungskosten ziemlich ähnliche Preise bundesweit. Die Preise in der Gastronomie sind von Region zu Region unterschiedlich, aber das Gastgewerbe macht nur fünf Prozent im Warenkorb aus.

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