| 09:08 Uhr

Legendärer Filmproduzent
Finanzamt will angeblich 73 Millionen Euro von Artur Brauner

Artur Brauner beim Deutschen Fimpreis 2012 mit mit Tochter Alice (links) und Enkelin Laura.
Artur Brauner beim Deutschen Fimpreis 2012 mit mit Tochter Alice (links) und Enkelin Laura.
Hamburg. Einem Medienbericht zufolge fordert das Finanzamt Berlin-Wilmersdorf von Filmproduzent Artur "Atze" Brauner 73 Millionen Euro. Der Steuerfall soll schon seit 1993 andauern.

Wie der "Stern" berichtet, beziffert das Amt die Gesamtsumme der Steuerforderungen auf 73 Millionen Euro. Das Magazin beruft sich dabei auf einen unveröffentlichten Beschluss des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg vom Oktober 2017. Bei gut der Hälfte der zusammengefassten Forderungen, rund 38 Millionen Euro, soll es sich um sogenannte Säumniszuschläge handeln.

Allerdings hat der Fall nichts mit dem filmerischen Schaffen des 99-Jährigen zu tun, sondern mit anderen Geschäften: Die Familie verfügt dem Bericht zufolge über ein großes Immobilienvermögen. Seit Jahrzehnten streitet Brauner mit dem Fiskus um die Höhe der Gewerbesteuer.

"Stern" zitiert einen Anwalt der Familie und berichtet, dass ein großer Teil der Steuerschuld mittlerweile beglichen wurde. Gestritten werde noch über Nebenforderungen wie Säumniszuschläge.

Säumniszuschläge treiben die Schuld gegenüber Finanzämtern schnell in die Höhe: Monatlich wird ein Prozent auf die eigentliche Steuersumme fällig.

(felt)