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Köln
"Es fühlt sich nach Fernsehen an"

Köln. Die Komikerin Carolin Kebekus ist ab heute in sechs neuen Folgen von "Pussy Terror TV" zu sehen.

Carolin Kebekus (38) hatte vor gar nicht allzu langer Zeit einen bemerkenswerten Dialog mit einem alten Kollegen. Es ging um die Comedy-Szene im Land. Kebekus regiert in der Branche seit Jahren im Grunde durch - 2017 gewann sie zum fünften Mal in Folge den Deutschen Comedypreis als beste Komikerin. Ihre Fernsehshow "Pussy Terror TV" läuft gut. Von heute an zeigt die ARD sechs neue Folgen - nun wöchentlich statt im Monatsrhythmus.

Der Kollege habe zu ihr gesagt, dass sie "ja auch Glück" gehabt habe, berichtet nun Kebekus während der Vorbereitungen für die neue Staffel. "Ich habe das erst mal gar nicht verstanden." Im weiteren Gespräch folgte dann die Feststellung "Naja, dass da keine andere Frau war" vonseiten des Kollegen. "Das fand ich krass", sagt Kebekus. "Im Patriarchen-Kopf gibt es wohl nur Platz für eine Königin. Und das ist natürlich Quatsch."

Die Anekdote zeigt, dass es immer noch viel zu besprechen gibt, wenn die Komikerin nun mit ihrer Show wieder auf Sendung geht. Das Verhältnis von Männern und Frauen ist seit einiger Zeit wieder Gegenstand großer Debatten. Und Kebekus ist bekannt dafür, zwischen Quatsch und Gags immer auch eine klare Haltung erkennen zu lassen, bei Themen von Sexismus bis Rechtspopulismus. Dass sie dabei nicht in die Erhobener-Zeigefinger-Rhetorik alter deutscher Kabarett-Tradition rutscht, hat sie groß gemacht.

Durch die wöchentliche Ausstrahlung von "Pussy Terror TV" hat die Kölner Komikerin die Möglichkeit, auch schneller zu reagieren. "Bei dem alten Rhythmus hatte ich oft das Gefühl: Boah, jetzt sind wir richtig drin! Wir haben noch so viele Ideen auf dem Zettel. Aber einen oder zwei Monate später war das Thema schon wieder weg", erzählt sie.

Zudem wurde der Ort verändert, an dem die Show entsteht. Sie soll jetzt nicht mehr so sehr wie einer ihrer Live-Auftritte aussehen. "Es fühlt sich jetzt mehr nach Fernsehen an", sagt sie.

"Pussy Terror TV", Das Erste, 22.45 Uhr.

(dpa)