Er bekam den Song vorab So reagierte Stefan Raab auf Max Mutzkes Start beim ESC-Vorentscheid

Zwei Jahrzehnte nach seiner ersten Teilnahme wollte Max Mutzke erneut zum ESC. Dieses Mal ging er ohne Songwriter Stefan Raab an den Start. Doch die Meinung der Fernseh-Legende hat für Mutzke immer noch Gewicht.

Hat mit dem ESC nichts mehr zu tun: Stefan Raab.

Hat mit dem ESC nichts mehr zu tun: Stefan Raab.

Foto: dpa/Matthias Balk

20 Jahre ist es her, dass Max Mutzke mit dem Eurovision Song Contest durchgestartet ist. Im ESC-Vorentscheid 2024 trat er erneut an – und zwar ohne den einstigen Mentor Stefan Raab. Der Kult-Moderator hatte ursprünglich die Karriere des Sänger auf den Weg gebracht und seinen erfolgreichen ESC-Song geschrieben. Kein Wunder, dass Raab sich nun für Mutzkes neuen Song interessiert hat. Wie das ablief, hat Mutzke vor der entscheidenden Live-Show im Interview mit web.de erzählt.

Stefan Raab brachte Max Mutzke zum ESC

Wir erinnern uns kurz zurück: Es war 2004, als Max Mutzke beim ESC für Deutschland an den Start ging. Damals hatte er sich zunächst bei einer Casting-Show in der Sendung TV Total durchgesetzt. Das war Stefan Raabs persönliche Suche nach einem neuen ESC-Kandidaten. Tatsächlich gewann Mutzke mit dem Song „Can’t Wait Until Tonight“ später auch den offiziellen Vorentscheid. Das Stück, das Raab für ihn komponiert hatte, kam mit einem hervorragenden achten Platz nach Hause.

Mutzke will nun auch zum ESC 2024

Zwei Jahrzehnte später hat Mutzke erneut das Abenteuer ESC in Angriff genommen. „Forever Strong“ hieß sein Song für den Vorentscheid 2024. Und Raab hatte dieses Mal nicht die Finger im Spiel.

Trotzdem meldete sich der Sänger bei seinem alten Songschreiber kurz bevor die neuen ESC-Anwärter veröffentlicht wurden. Das sei nicht ungewöhnlich, denn man könne von einer Freundschaft zwischen den beiden Männern sprechen, meint Mutzke. Die beiden haben immer wieder Kontakt. Weiter erzählt er: „Jedenfalls wollte ich, dass er von meiner erneuten Teilnahme nicht aus den Medien, sondern persönlich von mir erfuhr. Schließlich hat meine Karriere mit ihm an meiner Seite begonnen, ich habe ihm viel zu verdanken.“

Raab bekam neuen Song vorab zugeschickt

Er hätte sich zwar nicht extra vorher melden müssen, meinte Raab. Aber der frühere Showmaster fand die Info wohl doch spannend. Raab wollte jedenfalls genauer wissen, was Mutzke für den ESC-Vorentscheid vorbereitet hat. „Er hat mich tatsächlich gefragt, ob man den Song schon hören könne. Ich habe ihm dann einen Link geschickt – und bis heute nichts mehr von ihm gehört.“

Das klingt ungewöhnlich, aber es muss nichts Schlechtes Bedeuten. So sagt es Mutzke jedenfalls im Interview. Raab hätte es ihm sicher gesagt, wenn ihm der Song nicht gefallen hätte. Aber vielleicht hatte die Show-Ikone einfach nicht die Zeit, um mal reinzuhören. „Stefan ist total ehrlich“, meint der Sänger. „Von daher gehe ich einfach mal von Zeitgründen aus.“

Der ESC-Vorentscheid 2024 lief für Mutzke letztlich nicht wie erhofft. Er kam auf den zweiten Platz und verpasste damit ganz knapp das Ticket nach Malmö. Zum ESC in Schweden fährt dieses Jahr Isaak mit dem Song „Always On The Run“. Er war sowohl bei der Jury-Wertung als auch beim Publikums-Voting der einzige Starter, der mehr Punkte als Mutzke geholt hat.

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