1. Nachrichten
  2. Boulevard

Ex-Soldatin zertritt Tiere mit Lackstiefel

Ex-Soldatin zertritt Tiere mit Lackstiefel

Bestialische Tierquälerei in Koblenz: Eine frühere Bundeswehr-Soldatin (28) aus Koblenz kam von einem Afghanistan-Einsatz zurück, richtete in ihrer Wohnung vor laufender Kamera ein Blutbad an und wollte das Video für 100 000 Euro verkaufen.

Koblenz. Die Frau fixierte 33 lebendige Mäuse mit Klebeband auf einem Brett. Dann trat sie die völlig wehrlosen Tiere tot, mit Sandalen oder schwarzen Lackstiefeln. Ein weiterer Afghanistan-Veteran (32) filmte die Tat. Jetzt müssen sich die Tierquäler vor dem Amtsgericht Koblenz verantworten. Sie haben am ersten Prozesstag ein umfassendes Geständnis abgelegt. Die Frau - Hochsteckfrisur, schwarzer Pullover, Jeans - wirkt unauffällig, als sie den Gerichtssaal 108 betritt. Auffallend sind nur ihre Schuhe: schwarze, fast kniehohe Lederstiefel.
Der Mann trägt einen feinen Wollpullover, darunter blitzt ein Hemdkragen hervor. Beide Angeklagten sagten wenig im Prozess. Doch ihre Anwälte erzählten diese Geschichte: Die Frau verpflichtete sich 2003 für acht Jahre bei der Bundeswehr. 2009 ging sie für einige Monate nach Afghanistan. Sie bekam psychische Probleme. Nach ihrer Rückkehr nach Deutschland wurde sie krankgeschrieben, litt unter Panikattacken. In dieser Zeit, im März 2010, soll es "passiert" sein: Ein Mann mit sexuellem Fußfetisch kontaktierte sie im Internet über ein soziales Netzwerk. Er hatte eine perverse Vorliebe für "Animal Crushing" (Tier-Zerquetschen) und bot ihr 100 000 Euro, wenn sie barfuß oder in Stöckelschuhen Mäuse zertritt - und das auf Video aufnimmt. Die Frau willigte ein. Sie überredete den Mitangeklagten, den sie in Afghanistan kennengelernt hatte, einen Teil der Mäuse zu kaufen und das Blutbad zu filmen.
Die Frau schickte Videosequenzen ihrer Taten an den Fetischisten. Der weigerte sich aber zu zahlen. Irgendwann flog die Sache auf. Die Polizei durchsuchte die Wohnung des Fetischisten, fand das Video und machte die Angeklagten ausfindig. Die Anwälte beider Angeklagten betonten: Ihre Mandanten hätten die Tat in erster Linie verübt, weil sie durch ihren Afghanistan-Einsatz psychische Probleme hatten. Jetzt klärt ein Gutachter, ob die Tierquäler zum Tatzeitpunkt vermindert schuldfähig waren. Wann der Prozess weitergeht, ist unklar. RZ