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Millionen-Entschädigung
Kohl-Witwe vor Gericht mit schlechten Karten

Maike Kohl-Richter im Gericht.
Maike Kohl-Richter im Gericht. FOTO: dpa, ve wst
Die Witwe von Altkanzler Helmut Kohl, Maike Kohl-Richter, hat wohl nur geringe Chancen auf die Millionen-Entschädigung, die ihrem Mann zwei Monate vor dessen Tod zugesprochen worden war. Das Oberlandesgericht Köln hat die Frage aber noch nicht endgültig entschieden.

Man neige jedoch zu der Meinung, dass der Entschädigungsanspruch nicht vererbbar sei, sagte die Vorsitzende Richterin Margarete Reske am Donnerstag in einer Verhandlung in Anwesenheit von Maike Kohl-Richter. In dem Fall geht es um das Buch "Vermächtnis: Die Kohl-Protokolle".

Das Landgericht Köln hatte dazu im vergangenen Jahr entschieden, dass das Buch Kohls Persönlichkeitsrecht schwer verletzt habe. Es sprach ihm deshalb die höchste Entschädigungssumme der deutschen Rechtsgeschichte in Höhe von einer Million Euro zu. Richterin Reske appellierte an die Parteien, sich außergerichtlich in einem Vergleich zu einigen.

(gaa)