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Zwei Meerschweinchen und eine Katze
Skripals Haustiere sind tot

London . Der Giftanschlag auf den russischen Ex-Doppelagenten Sergej Skripal hatte auch Folgen für dessen Haustiere. Die Katze und zwei Meerschweinchen sind nach britischen Regierungsangaben tot.

Als ein Tierarzt Zugang zum Grundstück Skripals bekommen habe, "waren zwei Meerschweinchen leider gestorben", sagte eine Sprecherin des britischen Umweltministeriums am Donnerstagabend der Nachrichtenagentur AFP. Eine Katze in "erschöpftem Zustand" sei ebenfalls gefunden und auf Entscheidung eines Tierarztes hin eingeschläfert worden.

Skripal und seine Tochter Julia waren am 4. März im englischen Salisbury vergiftet worden. Die britische Anti-Terror-Polizei erklärte, die Skripals seien zu Hause mit dem Nervengift in Kontakt gekommen. Die höchste Konzentration des Giftes wurde demnach an der Haustür gefunden.

Die Zeitung "The Sun" berichtete, Skripals Katze mit Namen "Nash Van Drake" sei in das nahe gelegene Forschungszentrum Porton Down gebracht und dort eingeschläfert worden. Die Überreste der drei Tiere seien eingeäschert worden, zitierte die Zeitung ungenannte Regierungsquellen.

Russland spricht von einer zweiten Katze

Moskau hatte in dieser Woche, einen Monat nach dem Giftanschlag, Besorgnis über das Schicksal der Haustiere geäußert. "Warum hat die britische Seite das noch nicht angesprochen?", fragte eine Sprecherin des russischen Außenministeriums am Mittwoch. Russlands Botschaft in London berichtete zudem von einer zweiten Katze, die von der britischen Regierung aber nicht erwähnt wurde.

Sergej Skripal und seine Tochter Julia waren am 4. März in Salisbury vergiftet worden. Beide fielen daraufhin ins Koma. Sergej Skripal befindet sich weiter in einem kritischen Zustand, seine Tochter ist auf dem Weg der Besserung.

Die britische Regierung macht Moskau für den Giftanschlag verantwortlich. Russland weist jede Verantwortung zurück. Der Fall hat zu der schwersten diplomatischen Krise zwischen Russland und Großbritannien sowie zahlreichen weiteren westlichen Staaten seit dem Kalten Krieg geführt.

(AFP)