| 16:29 Uhr

Vermisster Tengelmann-Chef
Suche nach Haub geht weiter - "Wir sehen noch geringe Chance"

Verbier in der Schweiz: Karl-Erivan Haub war am Samstag von einer Skitour nicht zurückgekehrt (Archivbild).
Verbier in der Schweiz: Karl-Erivan Haub war am Samstag von einer Skitour nicht zurückgekehrt (Archivbild).
Mühlheim/Ruhr. Die Suche nach Karl-Erivan Haub geht trotz schlechten Wetters unermüdlich weiter. Die Rettungskräfte haben die Hoffnung, den Tengelmann-Chef lebend zu finden, noch nicht aufgegeben.

"Wir haben Chancen mit Sicherheit innerhalb der ersten zwei, drei Tage. Wir haben aber auch jetzt noch eine geringe Chance, die muss man realistisch sehen", sagte der leitende Rettungsarzt, Axel Mann, am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Zermatt. "Und darum sind wir auch alle noch voll auf der Rettungsseite engagiert."

Die Suche nach Karl-Erivan Haub am Matterhorn in der Schweiz und in Italien geht trotz schlechten Wetters unermüdlich weiter. Das Suchgebiet sei mit 240 Quadratkilometern riesig, sagte der Chef der Rettungsstation Zermatt, Anjan Truffer. Mehrere Hubschrauber seien mit Wärmekameras in der Luft. Täglich seien 40 bis 50 Experten im Einsatz.

Der Unternehmer war vor vier Tagen von einer Skitour nicht zurückgekehrt. Er war bisherigen Erkenntnissen zufolge mit einer Seilbahn zum Klein Matterhorn gefahren. Die Bergstation liegt auf 3820 Metern. Von dort aus gibt es Abfahrten Richtung Zermatt und Italien. Dort verlor sich seine Spur. Derzeit könne nicht gesagt werden, ob eine Straftat oder ein tragisches Unglück vorliege, sagte der Staatsanwalt von Oberwallis, Dominic Lehner.

Der 58-Jährige ist einer der reichsten Deutschen. Das Vermögen der Unternehmerfamilie wurde zuletzt vom "Manager-Magazin" auf rund 4,2 Milliarden Euro geschätzt.

(wer)