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Das Bildungsministerium sieht keinen Grund, Schulveranstaltungen abzusagen

Gesundheit : Klassenfahrten können (derzeit) stattfinden

Das Bildungsministerium sieht keinen Grund, Schulveranstaltungen abzusagen. Eltern sollen mit kranken Kindern zum Arzt.

In vielen weiterführenden Schulen laufen derzeit Vorbereitungen für Klassen- und Kursfahrten. Doch in Zeiten des sich ausbreitenden Coronavirus stellen sich Lehrer, Schüler und Eltern die Frage, ob eine mehrtägige Fahrt, womöglich noch ins Ausland, überhaupt ratsam ist? „Es gibt zum derzeitigen Zeitpunkt keine Empfehlung, größere Veranstaltungen wie Schulfeste, Studienfahrten sowie Klassen- und Kursfahrten grundsätzlich abzusagen“, heißt es dazu aus dem rheinland-pfälzischen Bildungsministerium. Bei Auslandsfahrten seien die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes zu prüfen. „Nur im Falle einer Reisewarnung durch das Auswärtige Amt kann kostenfrei von der Reise zurückgetreten werden.“

In allen anderen Fällen könnten durch einen Rücktritt von der Reise Stornogebühren anfallen.

Um eine Ausbreitung des Virus in Schulen zu vermeiden, weist das Ministerium auf die Einhaltung der Hygienevorschriften hin. Zusätzlich sollten unter anderem alle Türklinken, Handläufe, Computertastaturen oder Arbeitsflächen gründlich gereinigt und desinfiziert werden. Auch Sanitätsräume in Schulen sollten nach der Nutzung durch möglicherweise erkrankte Personen desinfiziert werden.

Falls bei einem Schüler oder einem Lehrer eine Corona-Infektion nachgewiesen werde, müsse die Schulleitung informiert werden. Diese melde das dem zuständigen Gesundheitsamt. Im Einzelfall könne auch die Schließung von Schulen angeordnet werden, teilt das Ministerium mit.

Wie der Leiter des Trierer Gesundheitsamtes, Harald Michels, gestern mitteilte, stehe bei einzelnen Infektionen die Schließung von Kitas oder Schulen nicht im Vordergrund. Im Lagezentrum des Gesundheitsamtes würden zunächst einmal alle verfügbaren Daten ausgewertet, um dann „der Situation angepasste Maßnahmen“ zu ergreifen.

Das Ministerium weist die Eltern in einem Anschreiben daraufhin, dass sie ihre Kinder nicht in die Schule, schicken sollten, wenn sie Anzeichen einer Atemwegsinfektion wie etwa Fieber, Husten oder Schnupfen hätten.

Die Eltern sollten mit dem Kind „sobald als möglich“ zum Arzt gehen und diesen vorher anrufen, um auf einen möglichen Corona-Verdacht hinzuweisen.