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Trier
Den Vulkaneifelern stinkt die Müllabfuhr am meisten

Gelbe Säcke stehen an einem Grundstück zur Abholung bereit.
Gelbe Säcke stehen an einem Grundstück zur Abholung bereit. FOTO: dpa / Patrick Pleul
Trier. Von Rolf Seydewitz

Die Bürger in der Vulkaneifel sind mit der regionalen Abfall­entsorgung am wenigsten zufrieden, die Trierer dagegen geben ihrer Müllabfuhr die besten Noten. Das ist ein Ergebnis einer Befragung des Zweckverbands Abfallwirtschaft Region Trier (ART). Dabei konnten die Verbraucher der vier Kreise und der Stadt Trier die Abfallentsorgung mit einer siebenstufigen Skala bewerten. Eine ähnliche Umfrage gab es zuletzt vor zwei Jahren.

Positiv aus Sicht des Zweckverbands (siehe Extra): Mit einer Durchschnittsnote von 1,6 könnten die Verantwortlichen um ART-Geschäftsführer Max Monzel eigentlich zufrieden sein. Allerdings: In den beiden Eifelkreisen hat sich die Bewertung in den zurückliegenden zwei Jahren merklich verschlechtert. Ein Grund dafür dürfte sein, dass etwa im Vulkaneifelkreis die neben der Tonne abgestellten Papierbündel nicht mehr mitentsorgt werden. Zudem wurden die Müllgebühren im vergangenen Jahr erhöht. Keine Schuld des Zweckverbands, wie es heißt. Aber dennoch dürfte das – neben der restriktiveren Abfuhr von Sperrmüll oder Altpapier – bei der Notengebung eine Rolle gespielt haben.

Ebenfalls eine Sonderrolle spielt der Vulkaneifelkreis beim Gelben Sack. In keiner anderen regionalen Kommune – außer dem Daun-Gerolsteiner Beritt – wünschen sich die Bürger mehrheitlich eine Gelbe Tonne. Dabei sind sich die Verbraucher bei der Bewertung der Qualität ziemlich einig: Die Gelben Säcke sind Mist, lautet die nahezu einhellige Meinung.

Und wie sieht es mit der Anfang des Jahres in der gesamten Region (bis auf den Vulkaneifelkreis) eingeführten Biotüte aus? Es gebe eine deutliche Diskrepanz zwischen Bekanntheit und Nutzung, sagen die ART-Verantwortlichen. Kaum verwunderlich: In der Stadt Trier nutzen immerhin gut zwölf Prozent der Befragten die Biotüte, im Kreis Bernkastel-Wittlich sind es gerade einmal knapp fünf Prozent. Im Eifelkreis Bitburg-Prüm sagt dagegen mehr als jeder Zweite, dass er seine Bioabfälle kompostiert.