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Die neue Umweltministerin steht vor schweren Aufgaben

Kommentar zur neuen Umweltministerin : Spiegel muss die Krise meistern

Superministerin und Spitzenkandidatin: Anne Spiegel ist wohl die mächtigste Grüne in der Geschichte von Rheinland-Pfalz. Auch wenn sich Spiegel viel aufhalst, ist ihr Wechsel geschickt, weil sie ihre Position stärkt: Bereits jetzt die Umweltministerin zu mimen, beendet jede Personaldebatte um andere grüne (Möchtegern-)Wunschkandidatinnen in dem Amt, falls die Partei in der Regierung bleibt.

Grüne dürften es Spiegel wiederum anrechnen, nach dem Rücktritt von Ulrike Höfken das Umweltministerium aufräumen zu wollen. Trotzdem setzt sich die grüne Spitzenkandidatin einem Risiko aus, wenn es um ihr Wahlergebnis geht. Denn ihrem neuen Staatssekretär Kleemann die Rolle des Krisenmanagers zuschanzen zu wollen, ist eine Taktik, die bei Wählern nicht aufgehen dürfte. Sie werden einzig schauen, ob es der Ministerin gelingt, die Krise im grün-geführten Haus zu lösen. Anne Spiegel muss die Krise bis zum 14. März 2021 meistern.
f.schlecht@volksfreund.de