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Die Rolle des Rechtsextremen aus dem Landkreis Trier-Saarburg

Rechter Terror : Combat-Akteur nicht nur Mitläufer

Ein in Trierweiler (Kreis Trier-Saarburg)  lebender Rechtsextremist soll aktives Mitglied der Ende Januar vom Bundesinnnenministerium verbotenen Neonazi-Gruppe Combat 18 sein. Das geht aus einer Antwort des Ministeriums auf eine Anfrage der Trierer Linken-Bundestagsabgeordneten Katrin Werner hervor, die unserer Zeitung vorliegt.

Danach soll der Mann unter anderem als Ordner bei von Combat 18 mitorganisierten rechtsextremistischen Konzerten tätig gewesen sein sowie an internen Treffen der Gruppierung teilgenommen haben. Er sei „ein wesentlicher Akteur von Combat 18 Deutschland“, heißt es in dem Schreiben des Innenministeriums wörtlich.

Nach dem Verbot Ende Januar hatte es bundesweit Durchsuchungen gegeben. In Rheinland-Pfalz wurde nur die Wohnung des Mannes in Trierweiler durchsucht.  Die zehn Ermittler stellten Handys, Speichermedien, CDs, rechtsextreme Symbole und Kleidungsstücke sicher, wie ein Sprecher des Mainzer Innenministeriums seinerzeit unserer Zeitung sagte. Schwerpunkte der Aktion waren Thüringen und NRW.

Nach Einschätzung der Sicherheitsbehörden richtet sich Combat 18 gegen die verfassungsmäßige Ordnung, „da sie mit dem Nationalsozialismus wesensverwandt ist“. Die Behörden von bundesweit rund 20 Mitgliedern aus. Neben einer Führungsebene gebe es regionale Sektionen, darunter eine in Rheinland-Pfalz.

Die Linken-Bundestagsabgeordnete Katrin Werner forderte die Mainzer Landesregierung zu einer schnellen und umfassenden Aufklärung über rechtsextreme Netzwerke in Rheinland-Pfalz auf. Die Gefahr sei auch in Rheinland-Pfalz lange unterschätzt worden, kritisiert Werner. Es sei naheliegend, „dass wir bisher nur die Spitze des Eisbergs sehen“.