Frau in Wittlich in den Tod gestoßen? Ex-Häftling steht vor Gericht

Kostenpflichtiger Inhalt: Justiz : Frau in den Tod gestoßen? Ex-Häftling steht vor Gericht

Am Rande der Wittlicher Säubrennerkirmes ereignete sich im Sommer vergangenen Jahres ein schockierendes Gewaltverbrechen. Dabei verlor eine junge Frau ihr Leben. Nun steht der mutmaßliche Täter vor Gericht.

Wittlich/Trier (cmo) Am Rande der Wittlicher Säubrennerkirmes ereignete sich im Sommer vergangenen Jahres ein schockierendes Gewaltverbrechen. Dabei verlor eine junge Frau ihr Leben. Der mutmaßliche Täter, ein kurz zuvor aus der JVA Wittlich entlassener Häftling, soll damals eine 23-Jährige über eine Balkonbrüstung knapp zehn Meter in die Tiefe gestoßen haben. Der vorbestrafte Angeklagte, der seit dem 17. August 2018 in Untersuchungshaft sitzt, muss sich nun vor dem Landgericht Trier wegen Körperverletzung mit Todesfolge verantworten. Prozessauftakt vor dem Schwurgericht ist am Dienstag, 4. Februar, um 9 Uhr.

Zu den Hintergründen der Tat erklärt die Staatsanwaltschaft Trier: „Der Beschuldigte lebte seit Juli 2019 in der Wohnung eines Mehrfamilienhauses in Wittlich bei seiner 23-jährigen Freundin.“ Nach dem Besuch der Kirmes am Freitag, 16. August 2019, auf welcher der Angeklagte diverse alkoholische Getränke zu sich genommen haben soll, sei das Paar in den Wittlicher Stadtpark gegangen. Dort soll es zwischen beiden zu Streitigkeiten gekommen sein, in deren Folge sich der 26-Jährige von seiner Freundin getrennt habe. In der Nacht sollen die beiden in der Wohnung der 23-Jährigen weiter gestritten haben, woraufhin der Angeklagte die Frau mit einem Messerstich unter dem Kinn verletzt haben soll. Danach soll sie sich auf die Terrasse begeben haben. Dort habe der 26-Jährige die 23-Jährige dann über die Brüstung des Balkons gestoßen. Die Frau erlitt durch den Sturz ein schweres Schädel-Hirn-Trauma, wurde ins Krankenhaus gebracht und starb am Kirmessonntag.