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Wetter
Gefühlt minus 20 Grad - Es wird eisig kalt

Eiszapfen hängen in der Partnachklamm am Fuße des Wettersteingebirges. Durch die Kälte sind teils meterlange Eiszapfen entstanden.
Eiszapfen hängen in der Partnachklamm am Fuße des Wettersteingebirges. Durch die Kälte sind teils meterlange Eiszapfen entstanden. FOTO: Sven Hoppe / dpa
Wiesbaden. Pünktlich zum Ende des meteorologischen Winters wird es eisig kalt. Es könnten sogar die kältesten Tage des gesamten Winters werden. TV-Meteorologe Dominik Jung rechnt mit mindestens sieben Tagen Dauerfrost.

Es wird noch mal richtig kalt, so prognostiziert es unser Volksfreund-Meteorologe Dominik Jung. „Aus Russland strömt ab dem Wochenende eiskalte Luft Richtung Mitteleuropa und Deutschland. In rund 1500 Metern Höhe ist die Luft minus 16 bis minus 22 Grad kalt: Man nennt das auch einen „Arctic Outbreak“. Am Erdboden reicht das locker für Dauerfrost. Glücklicherweise wird recht oft die Sonne scheinen und die hat zur aktuellen Jahreszeit schon einen recht hohen Stand, und dann fühlt sich das Ganze nicht so dramatisch an – möchte man meinen.“ Doch, so schreibt Jung auch auf der Internetseite wetter.net weiter, wehe während der Kälte ein starker Ostwind und daher empfinde man die Temperaturen deutlich kälter, als sie eigentlich seien. Verbreitet gibt es Windböen mit 30 bis 40 Stundenkilometern. Die gefühlte Temperatur könne bei Minus 15 und sogar Minus 20 Grad Celsius liegen. Man solle sich unbedingt sehr warm einpacken“ erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung, bei diesen Werten drohen im Freien rasch Erfrierungen.

Der Dauerfrost startet am Wochenende und wird nach aktuellen Berechnungen mindestens die gesamte kommende Woche andauern. Damit fällt auch der meteorologische Start in den Frühling am Donnerstag, 1. März, sehr eisig aus.

In den kommenden Tagen hat man also eher mit Temperaturen im Minusbereich zu rechnen. Das Wetter dazu sei recht einheitlich, so Jung. „Nach Nebel oder Hochnebel ist es den ganzen Tag meist sonnig und trocken. Die eisige Luft ist kontinentalen Ursprungs und damit sehr trocken. Nur direkt an der Ostsee und am Alpenrand bestehen Mitte nächster Woche Chancen auf Schneefälle.“

Erst nach dem ersten Märzwochenende könne es wieder etwas milder werden. Aber auch dann sehe es mehrheitlich nach einstelligen Höchstwerten aus. Echtes Frühlingswetter mit Höchstwerten zwischen 10 und 15 Grad ist in den ersten Märztagen offenbar nicht zu erwarten. „Auch die längerfristigen klimatologischen Berechnungen gehen derzeit eher von einem um 1 bis 2 Grad zu kalten März aus. Da könnte uns nach 2013 der nächste Märzwinter blühen“ so Wetterexperte Jung.