Start-Up-Serie Engelshof holt künftig die Weide in den Stall

Hetzerath · Als David Engel vor fünf Jahren seine Hofmolkerei startet, da wirkt er wie ein kleiner David zwischen den beiden Goliaths, den Molkereien Hochwald und Arla. Doch das Start-up hat sich eine treue Stammkundschaft erarbeitet, die etwas mehr für Milch und Joghurt zahlt. Dafür setzt der Engelshof bei seiner Milch auf höchstes Tierwohl und geht dazu neue Wege.

 David Engel und Mitarbeiterin Friederike Hoffmann sind gerade dabei, Aprikosenjoghurt abzufüllen. Mehr als eine Million Becher Joghurt produziert die kleine Hofmolkerei in Hetzerath im Jahr.

David Engel und Mitarbeiterin Friederike Hoffmann sind gerade dabei, Aprikosenjoghurt abzufüllen. Mehr als eine Million Becher Joghurt produziert die kleine Hofmolkerei in Hetzerath im Jahr.

Foto: Sabine Schwadorf

David Engel ist ein Visionär, aber einer mit Augenmaß. Und bei aller Euphorie, Kreativität und allen Ideen muss sich für ihn immer alles rechnen. Schon als er 2015 den landwirtschaftlichen Betrieb seiner Eltern zukunftssicher machen möchte und dabei auf eine eigene Hofmolkerei und Direktvermarktung setzt, macht er Pläne, kalkuliert alles zig Mal durch, sitzt telefonierend im Traktor auf dem Feld – bis am Ende nicht nur die Wirtschaftlichkeitsprüfung stimmt, sondern auch die Eltern ihr Okay geben. „Am Anfang galt mein Projekt als Hirngespinst. Aber ich wollte mir auch nichts schönrechnen“, erinnert sich der 34-Jährige.