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Im Land gibt’s Lockerungen. Kinder dürfen in Trier erst an wenigen Orten toben.

Corona-Krise : Erst Spielplätze, dann Museen

Im Land gibt’s Lockerungen. Kinder dürfen in Trier erst an wenigen Orten toben.

In Rheinland-Pfalz stehen weitere Lockerungen in der Corona-Krise bevor. Ab Sonntag dürfen Kinder wieder die Spielplätze nutzen, die seit Mitte März gesperrt sind, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) in Mainz.  Es gelte, sich an die Kontaktsperren zu halten, die weiterlaufen – also der nötige Abstand von anderthalb Metern und die Auflage, mit nur einer weiteren Person aus einem anderen Haushalt nach draußen gehen zu dürfen. Kommunen dürften aber lokal entscheiden, einzelne Plätze nicht zu öffnen, wenn Gründe dagegen sprächen, sagte die Regierungschefin. Die Stadt Trier öffnet am Sonntag zunächst nur wenige Spielplätze. Das teilte Sprecher Michael Schmitz auf TV-Anfrage mit. Das Amt StadtGrün mache den Zugang möglich in der Stadtmitte zu den beiden Spielplätzen im Palastgarten, im Trierer Süden zu den Spielplätzen am Mattheiser Weiher und in der Treverer Straße sowie im Trierer Norden zu den Spielplätzen im Nells Park und im Beutelweg. „An den Spielplätzen werden die Absperrbänder entfernt und Beschilderungen mit Abstandshinweisen aufgehängt“, sagt Schmitz. Die Eltern seien angehalten, dafür zu sorgen, dass Kinder, die nicht aus der gleichen Familie kommen, auch zwischen Rutsche und Klettergerüst auf Abstand bleiben. Baudezernent Andreas Ludwig sagt in Richtung der Eltern: „Nutzen Sie diese wiedergewonnene Freiheit, aber gehen Sie bitte respektvoll und rücksichtsvoll miteinander um.“ Die weiteren Spielplätze will die Stadt in der kommenden Woche öffnen. Insgesamt betreue das Amt StadtGrün 104 Spielplätze und acht Spielpunkte in Trier.

Erlaubt sind ab Sonntag auch wieder Gottesdienste. Auch dort gelten strenge Regeln: Gläubige müssen Abstand halten, auf zehn Quadratmetern darf sich höchstens ein Mensch aufhalten. Besucher müssen Mundschutz tragen, die Kirchen den Zutritt steuern, auf den Einsatz von Chören und Orchestern verzichten und Sorge dafür tragen, dass Infektionsketten für die Dauer von 21 Tagen rasch und vollständig nachvollzogen werden können. Auf Gesang der Gemeinde solle verzichtet werden, ordnet das Land an.

Wieder öffnen dürfen ab Montag alle Geschäfte, unabhängig davon, welches Sortiments sie anbieten und wie groß sie sind. Das hatte Dreyer bereits in einer Regierungserklärung im Mainzer Landtag angekündigt – und wäre rechtlich wohl ohnehin nötig geworden. Der Grund: Eine Klage von Möbel Martin hatte Erfolg, weil das Mainzer Verwaltungsgericht die Beschränkung auf höchstens 800 Quadratmeter Verkaufsfläche aufgehoben hat. Das Möbelhaus will Filialen in Rheinland-Pfalz – wie in Konz – bereits am Samstag wieder öffnen.

Spätestens am 11. Mai sollen wieder die Museen und Galerien in Rheinland-Pfalz öffnen. In der kommenden Woche wolle das Land mit Häusern und Betreibern über Hygienekonzepte sprechen, kündigte Ministerpräsidentin Dreyer an.

Vorerst keine Änderungen gibt es auch für Pflege- und Altenheime. Dort gilt weiter ein Besuchsverbot, auch dürfen Bewohner nur unter sehr strengen Auflagen nach draußen.

Die nächste Schalte zwischen Ländern und Bund ist für den 6. Mai geplant. Dann soll es unter anderem um Konzepte für Kitas, Schulen und den Sport gehen, sagte Dreyer.