Kameras von Google und Apple in Region Trier auf Tour

Technik : Kameras von Google und Apple in Region Trier auf Tour

Die Internetkonzerne wollen ihre Kartendienste verbessern. Die Internetnutzer haben wohl nichts davon. Die Autos begegnen euch zwischen August und September in Trier, im Eifelkreis Bitburg-Prüm, im Landkreis Vulkaneifel sowie den Landkreisen Trier-Saarburg und Bernkastel-Wittlich.

Nun lässt auch der Apple-Konzern Kamerawagen durch Deutschland fahren, um Straßen und Häuser zu fotografieren. Zwischen dem 15. August und dem 1. September sind laut Firmenangaben deshalb die Autos in Trier, im Eifelkreis Bitburg-Prüm, im Landkreis Vulkaneifel sowie den Landkreisen Trier-Saarburg und Bernkastel-Wittlich unterwegs. Die Daten sollen in erster Linie die Apple-Karten in iPhones und anderen Geräten des Konzerns verbessern. Rund 80 Fahrzeuge sind für das Unternehmen unterwegs, um Rundumaufnahmen zu machen.

Die Bilder könnten grundsätzlich auch im geplanten neuen Panorama-Dienst Look Around zum Einsatz kommen. Laut Onlinedienst ifun habe Apple gegenüber dem zuständigen bayerischen Landesamt für Datenschutzaufsicht jedoch bekräftigt, die Funktion Look Around anders als in anderen Ländern in Deutschland nicht zu veröffentlichen. Die Funktion soll im Herbst zunächst für Gebiete wie  beispielsweise die Umgebung von San Francisco verfügbar sein.

Apple-Konkurrent Google hat mit Street View bereits einen solchen Kartendienst am Start und lässt ebenfalls wieder Kamerawagen fahren. Seit März und noch bis zum November sollen sie in der Region Trier umherfahren, um Bilder und Daten zu sammeln. Ziel ist, Stadt- und Straßenpläne zu verbessern. Im Einsatz sind laut Konzern dieselben Autos, die in der Vergangenheit genutzt wurden, um Bilder für den Dienst Street View aufzunehmen. „Bei den kommenden Fahrten nutzen wir das Bildmaterial aber nur, um Google Maps zu verbessern, und haben keine Pläne, dieses zu veröffentlichen.“

Trotz der Fahrten bleibt es dabei, dass bei Google weiterhin in Deutschland nur Bilder von Straßenzügen aus den 20 größten Städten zu sehen sind. Eine Begründung für diese Beschränkung gibt es nicht. Es hatte jedoch seinerzeit zahlreiche Einwände gegen die Veröffentlichung von Bildern gegeben. Unter anderem ließen Hausbesitzer ihre Gebäude verpixeln und so unkenntlich machen. Im benachbarten Luxemburg sieht es anders aus. Dort sind seit Herbst 2014 Aufnahmen von Straßenzügen bis in den letzten Weiler im Islek nahezu flächendeckend abrufbar. Angebote für Belgien und Frankreich gibt es seit 2011. Straßenszenen aus Trier und aus einigen anderen Orten der Region gibt es trotzdem.

Die Straßen Luxemburgs sind im Kartendienst Street View von Google abgebildet. Die Region Trier nicht. Deshalb endet die Kamerafahrt auf dem Rechner auch auf der Grenzbrücke zwischen Wasserbillig und Wasserbilligerbrück. Konkurrent Apple lässt ebenfalls Kamerawagen fahren. Es sieht so aus, als ob die Kamerfahrten aus Deutschland ebenfalls nicht abrufbar sein werden. Foto: Medienhaus Trierischer Volksfreund/Harald Jansen

Seit 2013 lässt der Dienst Mapillary (www.mapillary.com) von registrierten Nutzern Bilder machen, die online abrufbar sind. Gesichter sowie Autokennzeichen sollen dabei automatisch unkenntlich gemacht werden. Aufnahmen vom Trierer Hauptmarkt legen den Schluss nahe, dass dies nicht immer zu funktionieren scheint.

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