Das Ergebnis der Wahl zählt

Blinden oder sehbehinderten Menschen wird es bei uns nicht immer leicht gemacht. Dabei sollten sie genau die gleichen Dinge tun können, wie andere Menschen auch. Dazu gehört zum Beispiel, ohne Probleme an einer Wahl teilnehmen zu können.

Dieses Thema hat nun ein Gericht beschäftigt: Die blinde Sängerin Corinna May hatte sich in der Stadt Bremen über die Wahl im vergangenen Jahr beschwert. Sie sagte, es gab Probleme für sehbehinderte Menschen. Etwa mit den Schablonen, die das Wählen ermöglichen sollen. Solche Schablonen haben eine Punktschrift mit der man unter anderem die Namen der Parteien lesen kann und die richtige Stelle zum Ankreuzen findet. Außerdem hätte sie ihren Mann nicht zur Unterstützung mit in die Wahlkabine nehmen dürfen, beschwerte sich Corinna May.

Ein Gericht entschied nun aber gegen sie. Es sei nicht gegen die Regeln verstoßen worden, erklärte das Gericht. Das Ergebnis der Wahl sei also gültig.