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Münster
Kleintransporter rast in Menschenmenge - drei Tote

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Münster. In Münster sind am Samstag mehrere Menschen gestorben, als ein Auto in eine Menschenmenge fuhr. Das teilte die Polizei über Twitter mit. „Es gibt Tote und Verletzte“, schrieb sie. Zuerst hatten die „Rheinische Post“ und „Spiegel Online“ über Tote bei dem Vorfall berichtet. dpa

In Münster sind am Samstag mindestens drei Menschen gestorben, als ein Kleintransporter in eine Menschenmenge raste. Die Polizei in Münster spricht von etwa 20 Verletzten, sechs von ihnen sind schwer verletzt.

Der Täter habe sich nach der Tat selbst getötet, teilte die Polizei mit. Die Lage sei weiter unübersichtlich, hieß es bei Twitter. Und weiter: „Bitte keine Spekulationen.“ Der Hintergrund des Vorfalls blieb zunächst unklar.

Die Beamten riefen die Bevölkerung am Nachmittag zu besonnenem Handeln auf. Es gebe einen Großeinsatz an der Gaststätte Kiepenkerl. „Bitte den Bereich um den Kiepenkerl meiden. Wir sind vor Ort.“ Wenig später ergänzte sie: „Bitte auch den weiträumigen Innenstadtbereich verlassen, damit die Rettungskräfte in Ruhe arbeiten können.“

Laut Polizei gibt es nach dem Vorfall in Münster Gerüchte, wonach zwei weitere Menschen aus dem Transporter gesprungen und geflüchtet seien könnten. Das sei aber nicht sicher und müsse nun verifiziert werden, sagte ein Polizei-Sprecher.

Im Tatfahrzeug hat die Polizei einen verdächtigen Gegenstand gefunden. Deshalb sei der Tatort weiträumig abgesperrt worden, sagte ein Polizeisprecher in Münster. Um was für einen Gegenstand es sich handele und ob davon eine Gefahr ausgehe, müsse nun geklärt werden.

Eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums sagte, die Bundesregierung sei informiert. Die Ermittlungen liefen auf Hochtouren. Zu Detailfragen gab es zunächst keine Informationen.

Die Bundesregierung hat den Opfern von Münster und ihren Angehörigen ihr Beileid ausgesprochen. „Furchtbare Nachrichten aus Münster“, schrieb die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer auf Twitter. „Unsere Gedanken sind bei den Opfern und ihren Angehörigen.“ Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) dankte auf Twitter den Rettungskräften vor Ort. „Müssen alles tun, um Hintergründe der Tat aufzuklären“, schrieb sie.

Die „Westfälischen Nachrichten“ berichteten unter Berufung auf die Polizei, dass ein Auto in eine Gruppe sitzender Personen gefahren sei. Drei Menschen seien ums Leben gekommen - unter ihnen sei auch der Fahrer des Wagens. Feuerwehr, Rettungs- und Einsatzwagen der Polizei seien in der Innenstadt unterwegs.

Der Kiepenkerl ist eine bei Einheimischen und Touristen beliebte und traditionsreiche Gaststätte mitten in der historischen Altstadt von Münster mit ihren vielen schmalen Gassen. Bei gutem Wetter sitzen und stehen dort oft zahlreiche Menschen im Freien.