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Terrorismus
Kölner Rizin-Bomber hatte Kontakte zu Verdächtigen in Paris

SEK Beamte mit Atemschutzmasken verlassen ein Hochhaus. Im Kölner Stadtteil Chorweiler stürmte die Polizei wegen des Verdachs auf Umgang mit giftigen Stoffen die Wohnung eines Mannes. Der inhaftierte Tunesier, in dessen Kölner Wohnung hochgiftige Rizin-Substanzen gefunden wurden, ist laut Bundesanwaltschaft «dringend verdächtig, vorsätzlich biologische Waffen hergestellt zu haben». (Archivbild)
SEK Beamte mit Atemschutzmasken verlassen ein Hochhaus. Im Kölner Stadtteil Chorweiler stürmte die Polizei wegen des Verdachs auf Umgang mit giftigen Stoffen die Wohnung eines Mannes. Der inhaftierte Tunesier, in dessen Kölner Wohnung hochgiftige Rizin-Substanzen gefunden wurden, ist laut Bundesanwaltschaft «dringend verdächtig, vorsätzlich biologische Waffen hergestellt zu haben». (Archivbild) FOTO: dpa / David Young
Berlin. Der in Köln verhaftete mutmaßliche Islamist Sief Allah M. hatte laut einem Medienbericht Kontakt zu zwei arabischen Terrorverdächtigen in Frankreich. dpa

Wie der «Focus» am Donnerstag unter Berufung auf Berliner Sicherheitskreise berichtete, fanden sich in Unterlagen, die in einer Wohnung des 29-Jährigen gefunden wurden, Hinweise auf eine Verbindung zwischen dem Tunesier und den beiden in Paris verhafteten Männern. Sief Allah M. hatte nach Angaben der Sicherheitsbehörden in einer Wohnung im Kölner Stadtteil Chorweiler den Bio-Kampfstoff Rizinhergestellt. Mitte Juni wurde er verhaftet. Auch die beiden aus Ägypten stammenden Männer, die in Paris von der Polizei gestoppt wurden, sollen eine Anleitung der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zur Herstellung von Rizin genutzt haben.

Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) hat sich bislang nicht offiziell zu der Verbindung zwischen beiden Fällen geäußert. Unklar ist auch noch, ob der Tunesier und die beiden anderen Araber von einer Person gesteuert wurden oder ob sie nur untereinander vernetzt waren.