Das Sommerheckmeck 2019 ist zu Ende - eine Bilanz

Kinderfestival : Der Sommerzauber kommt wieder

Der Vorhang hat sich geschlossen – das Kinder- und Jugendkulturfestival Sommerheckmeck 2019 ist vorbei. Zeit für einen kleinen Rückblick mit Teneka Beckers, der Leiterin.

Einen Sommer lang Zirkusluft schnuppern: Das Sommerheckmeck war ein voller Erfolg. Von Juni bis September hieß es an vielen, oft auch ungewöhnlichen Orten in der ganzen Eifel und Region Trier: Manege frei. Das Kinder- und Jugendkulturfestival lockte insgesamt rund 6500 Besucher zu den Veranstaltungen.

Teneka Beckers, die Leiterin des Festivals, zeigt sich damit sehr zufrieden: „Wir hatten große Produktionen wie Das Dschungelbuch, aber auch viele kleine, sehr intime Veranstaltungen.“ Für die Co-Leiterin Judith Kriebel sei ein Highlight etwa das Musiktheater „Zweieinander“ in der Synagoge Wittlich gewesen. „Das war speziell für ganz kleine Kinder. Der Raum ist nur für wenige Besucher ausgelegt, es hatte  eine besondere Atmosphäre.“ Nicht nur für die Veranstalter, auch von den Besuchern und der Presse fielen die Kritiken für die Eigen- und Fremdproduktionen positiv aus.

Doch nicht alles war rosig in diesem Sommer, denn einiges klappte nicht so, wie es vorgesehen war. Schon bei der Auftaktveranstaltung lief es nicht ganz so rund: „Das Dschungelbuch“ wurde im Lottoforum auf dem Petrisberg aufgeführt, doch im Vorfeld hatte man mit Vandalismus am Spielort zu kämpfen. „Der offene Ort ist ein Treffpunkt für Jugendliche, die dort feiern“, sagt Florian Burg, der Regisseur des Stückes. Die Produktion sei in deren Bereich eingedrungen, was mit fliegenden Glasflaschen und Beschädigungen am Bühnenbild beantwortet wurde.

Für das Ensemble bedeutete das, jede Menge Glasbruch von der vorherigen Nacht mühselig zu entfernen, damit sich niemand verletzte. „Wir haben dann mit Absperrgittern gearbeitet, die nicht funktionierten. Schließlich wurde Nachtwache gehalten, womit wir das Problem in den Griff bekamen“, sagt Burg.

Nicht ganz so glimpflich verlief es hingegen bei „Circus Ronaldo – Fidelis Fortibus“. Die belgische Ein-Mann-Produktion war eigens mit einem Zirkuszelt angereist und bekam es dann mit den deutschen Behörden zu tun. Die Bauaufsicht Trier hat für das Zelt einen externen Prüfer kommen lassen. Dessen Urteil lautete: „Erhebliche Sicherheitsmängel.“ So fasste es jedenfalls das Trierer Presseamt auf Nachfrage vom TV im Juli zusammen. Statt im Palastgarten durfte der Circus Ronaldo daher gar keine Zelte in Trier aufschlagen, und das Gastspiel musste abgesagt werden. „Das hätte eines der großen Highlights des Sommerheckmecks 2019 werden sollen“, erzählt Teneka Beckers. Es sei eine sehr aufwendige Produktion, die schon international weit gereist sei. „Da ist es frustrierend und schade, dass es gerade in Trier nicht stattfinden kann.“ Man habe alle Alternativen überprüft, doch das Stück sei so auf das Zelt ausgerichtet gewesen, dass eine andere Spielstätte nicht infrage kam.

Doch insgesamt lässt sich auf ein gelungenes siebtes Sommerheckmeck zurückblicken. Besondere Veranstaltungen und Workshops lockten viele Besucher zu besonderen Orten und verzauberten mit ihrem Zirkusflair nicht nur kleine, sondern auch große Besucher. „Zum ersten Mal hatten wir das Sommerheckmeck in zwei Blöcke unterteilt.“ Nach der Pause sei es zwar etwas schleppend angelaufen, doch insgesamt sei man mit der Auslastung zufrieden.

In zwei Jahren findet nach bisherigem Stand das achte Sommerheckmeck statt. Die erstmalige, erfolgreiche Zusammenarbeit mit Judith Kriebel will Teneka Beckers gerne weiterführen, auch wenn noch keine konkrete Planung feststehe. Und so können sich Kleine wie Große in der Region schon jetzt darauf freuen, wenn sich der Vorhang für das Kinder- und Jugendkulturfestival wieder hebt.

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