Das Philharmonische Orchester und die Kinder- und Jugendchöre am Theater Trier gestalten gemeinsam mit jungen Tänzern und dem Schauspieler Benjamin Schardt ein Weihnachtskonzert mit einigen Überraschungsgeschenke für ihr Publikum.

Konzert : Beschwingt in die Feiertage

Musik, Gesang, Tanz und ein Märchenonkel: Das Weihnachtskonzert am Theater Trier wartet mit Geschenken ans Publikum auf.

Tausend Stiefel marschieren im Takt. Laut stampfen sie auf der Stelle. Stoppen. Die Menschen legen ein (imaginäres) Gewehr an, zielen und schießen. Und das alles zum Takt des Philharmonischen Orchesters der Stadt Trier. Die Sänger der Kinder- und Jugendchöre am Theater und ihr Dirigent Martin Folz haben ihre Gäste eingeladen, beim russischen Tanz „Trepak“ aus Pjotr Iljitsch Tschaikowskis „Nussknacker-Suite“ mitzutanzen.

Für ihr Weihnachtkonzert haben die Musiker nicht nur Zuhörer, sondern auch Sänger, Tänzer und einen Erzähler eingeladen. Gemeinsam bringen sie E. T. A. Hoffmanns Erzählung „Nussknacker und Mausekönig“ szenisch auf die Bühne im großen Haus. Die tiefe, warme Stimme von Benjamin Schardt verleiht Marie, ihrem Bruder Fritz, der Mutter, dem Paten Droßelmeier, aber auch den Puppen und dem Nussknacker Leben. Dazu spielt das Orchester unter der Leitung von Andrey Litvinenko berühmte Ausschnitte der Suite. Hell und glasklar erklingt beim „Tanz der Zuckerfee“ ein ganz spezielles Instrument: die Celesta, ein hohes Glockenspiel mit Klaviertastatur, das Litvinenko höchstselbst spielt. Die Trierer Celesta hat eine besondere Geschichte, haben doch die Freunde des Trierer Theaters im Jahr 2016 die Anschaffung selbst in die Hand genommen und Geld für das Instrument gesammelt beziehungsweise gespendet.

Beim Weihnachtskonzert am Theater Trier dürfen die Zuschauer nicht nur singen, sie tanzen auch mit. Foto: Mechthild Schneiders

Besonders anschaulich sind die Tänze: Eleven der Ballettschule Birgit Müller gestalten den Arabischen und den Chinesischen Tanz in stilechten Kostümen. Klassisch wird’s beim „Tanz der Rohrflöten“, den zwei junge Ballerinen und Christoph Endner als Prinz optisch bereichern. Folz hat es mit der „Nussknacker-Suite“ mit der Musik, den Tänzen, Schardt als Erzähler und dem Mitmachpart geschafft, selbst die jüngsten Zuhörer zu fesseln.

Die Sänger der Kinder- und Jugendchöre am Theater Trier unterstreichen ihren Gesang mit ausdrucksstarken Gesten. Foto: Mechthild Schneiders

Beschwingt ist schon der Auftakt zum Konzert. Spritzig leicht gelingt Litvinenko und seinen Musikern die Ouvertüre aus „Die Fledermaus“ von Johann Strauß.

Anspruchsvoll ist auch die Chorkantate, mit der die jungen Sänger ihre Vielfältigkeit beweisen – nicht nur sprachlich. Folz hat sie aus dem französischen Weihnachtslied „Il est né, le divin enfant“, „Markt und Straßen“ sowie „Deck the Halls“, ein englisches Christmas Carol, extra für das Weihnachtskonzert für Chor und Orchester zusammengestellt und bearbeitet.

Und zum Schluss sind noch einmal die Zuhörer gefragt – diesmal, ebenso wie die Musiker, als Sänger. Denn das Weihnachtskonzert endet mit Weihnachtsliedern, die das Publikum vorab mit Folz einstudiert hat. Gemeinsam mit den Kinder- und Jugendchören singen mehr als 600 Menschen, begleitet von Folz am Klavier, bekannte Weihnachtslieder.

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