Die Gesellschaft für Bildende Kunst Trier zeigt zum Jahresende Bild-Paare.

Bildende Kunst : Freundschaftsspiel zwischen Alten Meistern

Die Gesellschaft für Bildende Kunst zeigt zum Jahresende Bild-Paare.

Bei der Gesellschaft für Bildende Kunst geht es derzeit zu wie bei Freundschaftsspielen. Hauptsache, man kommt zusammen. Um Sieg oder strenge Qualitätsauswahl geht es erstmal nicht. „Alte Meister“ nennt der Verein die Schau, bei der sich jeweils ein Mitglied der Gesellschaft einen anderen Künstler oder eine Künstlerin eingeladen hat und mit dem Gast eine Synopse, soll heißen eine Zusammenschau als Bilderpaar, bildet. Dabei ist ein Allerlei entstanden, das vor allem munter ist, ein Ganzes wird vielfach aus der bildnerischen Verpartnerung nicht.  Auch wenn der eine oder andere Künstler seine Frau oder den Partner eingeladen hat.

Zu sehen sind  in der unjurierten Schau  Malerei und Grafik und etwas Bildhauerei. Christoph Napp-Zinn hat sich etwas ganz Besonderes ausgedacht und ein Miniformat von Gerhard Richter mit seiner Arbeit zusammengebracht, bei dem vor allem die prominente Signatur beeindruckt. Zum Jahresende ist eindeutig  vorweihnachtliches gemütliches Beisammensein gefragt. Der Titel „Alte Meister“ meint im übrigen die Altersgruppe Ü50. Was etwas seltsam anmutet angesichts der üblichen Kategorie Junge Kunst, die mit 40 Jahren endet. Da bleiben gerade mal zehn Jahre, um altmeisterlich zu werden.

Das älteste Mitglied der Schau ist die 1929 geborene Malerin Waltraud Thorsrud, die von ihrer Kollegin Katharina Worring eingeladen wurde.  Die Künstlerin, die bei Erich Heckel an der Karlsruher Kunstakademie studierte, zeigt ein ausgesprochen frühlingsfrisches kleines Gemälde. Zu Weihnachten kehren die Künstler, wie die Lyrikerin Sarah Kirsch schrieb, zurück an den heimischen Herd. In Trier haben sie noch ein paar Gäste mitgebracht.

Bis 22. Dezember, geöffnet 14-18 Uhr; Infos: www.gb-kunst.de

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