1. Nachrichten
  2. Kultur

Die in New York aufgewachsene Sängerin Alana Alexander war zu Gast im Jazzclub Wittlich

Konzert : Lebensfreude zu Arethas Ehren

Die in New York aufgewachsene Sängerin Alana Alexander war mit ihrer Band zu Gast beim Jazzclub Wittlich. Gospel, R’n’B und Jazz rissen die 130 Besucher mit.

Eine herausragende Stimme, gepaart mit einer außergewöhnlichen Persönlichkeit und New Yorker Charme: So hat sich Alana Alexander beim Jazzclub in Wittlich präsentiert. Zunächst hat sie den Besuchern eine gute Zeit beim Konzert gewünscht. Mit ihrem Gesang und ihrer Band hat sie dafür die besten Voraussetzungen geschaffen. Christoph Adams, der für den Jazzclub den Abend eröffnete, merkte an, dass sich der Club dem R’n’B mehr öffnen möchte. Und dann ging es los. Mit ihrer kraftvollen Stimme, die sowohl in den Höhen als auch in den Tiefen so mühelos und lässig klang, als sei es das Einfachste der Welt, so zu singen, hatte die aus der Bronx stammende Pastorentochter das Publikum gleich auf ihrer Seite. Schon beim zweiten Stück gingen die Besucher mit, und die Sängerin verlor keine Zeit, sie ihre Musik erfahren zu lassen, indem sie sie beispielsweise mitsingen ließ.

Ihre Band: Am Schlagzeug Niklas Schneider, am Bass Robert Schulenburg und Christian Frenzen an den Keyboards konnten mit der intensiven Stimme ihrer Sängerin mithalten. Sie brachten verschiedene Sounds mit ein, legten ihr bei den gefühlvollen Titeln einen Klangteppich aus und trieben bei dem temperamentvollen Stücken den Rhythmus an. Ihre Lieder handelten von zwischenmenschlichen Beziehungen, wie „Move“, und dem eigenen Selbstbild „Queens“. Sehr abwechslungsreich gestaltete sie die Stücke, mal sang sie sehr gefühlvoll, dann wurde sie fordernd und eindringlich, um dann wieder mit weicher Stimme das Stück ausklingen zu lassen. Neben eigenen Kompositionen sang sie von Stevie Wonder und zu Ehren von Aretha Franklin, die im vergangenen Jahr gestorben ist. Bei einem Zusammenschnitt ihrer Stücke, darunter „the moment I wake up“, geht sie ins Publikum, legt all ihre Kraft, ihre Emotionen und ihr außergewöhnliches Harmoniegefühl in die Songs, denen sie stimmlich absolut gewachsen ist. Ein weiteres emotionales Lied, das im nächsten Monat erscheint, hat sie einem wichtigen Menschen in ihrem Leben gewidmet, ihrer Mutter. Sie ist vor 18 Jahren gestorben, und so lange hat es gebraucht, bis sie die Trauer an sich heranlassen und darüber singen konnte. Hier kommt ihre Gospelerfahrung zum Tragen, sie singt sehr gefühlvoll, sanft, und man spürt den Schmerz über diesen persönlichen Verlust.

Zum Schluss ging es mit voller Lebensfreude weiter, und die Besucher haben die Aufforderung der Sängerin, sie nicht alleine tanzen zu lassen, angenommen, und so eine gute Zeit erlebt.