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Februar-Programm der Philharmonie Luxemburg

Konzerte / Philharmonie : Der große alte Mann am Dirigierpult

Im Februar-Programm der Philharmonie in Luxemburg verspricht das Konzert mit Bernard Haitink und dem Chamber Orchestra of Europe ein Höhepunkt zu  werden.

Er gehört zu den großen alten Männern am Dirigierpult. Bernard Haitink, der Anfang März 90 Jahre alt wird, kommt am 5. Februar mit dem „Chamber Orchestra of Europe“ in die Philharmonie. Sein spätes Luxemburger Debüt hatte Haitink im November 2011. Jetzt tritt der Dirigent, dessen Karriere 1959 mit der Chefposition beim Amsterdamer Concertgebouw-Orchester begann, erneut in der Philharmonie auf und bringt mit Schumann und Beethoven ein sehr deutsches, klassisch-romantisches Programm mit. Solist in Schumanns Cellokonzert ist Gautier Capucon (5. Februar). Und noch eine weitere Veranstaltung könnte ein Publikumsmagnet werden. Simon Rattle und das London Symphony Orchestra kommen am 24. Februar, 19 Uhr, auf den Kirchberg und haben Bruckners Sechste und Bartoks Musik für Saiteninstrumente, Schlagzeug und Celesta im Programm.

Selbstverständlich hat die Philharmonie damit ihr Potenzial längst nicht ausgeschöpft. Wenn Thomas Hengelbrock mit seinem Balthasar-Neumann-Ensemble Schuberts „Unvollendete“ und dazu dessen weitgehend unbekanntes „Stabat Mater“ aufführt und im zweiten Teil Robert Schumanns späte „Missa sacra“ ansteht, sind die musikalischen Entdeckungen geradezu programmiert (2. Februar). Ein hochkarätiges Ensemble mit Thomas Quasthoff und Katja Riemann an der Spitze wird zeigen, dass von Beethovens „Egmont“-Schauspielmusik nicht allein die beliebte Ouvertüre Substanz hat, und wird danach den Hörer mit Strawinskys „Geschichte des Soldaten“ in moderne  Regionen entführen (26. Februar). Auch das Orchestre Philharmonique und Gustavo Gimeno  beteiligen sich am Aufgebot der großen Namen. Sopranistin Anja Harteros wird Wagners „Wesendonck“-Lieder singen, und auch das übrige Programm mit Webern und César Francks d-Moll-Sinfonie dürfte die Fahrt nach Luxemburg lohnen (15. Februar). Und Christoph König setzt mit seinen „Solistes Européens“ am 4. Februar auf Schumann und Brahms und erinnert mit einer Sinfonie an deren gemeinsamem Freund Albert Dietrich (1829-1908).

Schließlich versprechen auch zwei klein besetzte Veranstaltungen spannenden Hörer-Genuss. Organist Thierry Escaich und Trompeter Romain Leleu geben der sattsam bekannten Kombination Trompete/Orgel ein neues Profil – mit Eigenkompositionen, mit Arrangements von Opernarien und am Schluss mit fetzigen Jazz-Rhythmen (25. Februar). Und bei den „Rising Stars“ ist dieses Mal die Harfenistin Anais Gaudemard zu Gast. Sie hat ein breit gefächertes Programm von Rameau bis Debussy im Gepäck (13. Februar). Ein komplettes Konzert nur mit Harfe, welch eine schöne Idee!

Beginn ist, wenn nicht anders vermerkt, um 20 Uhr. Karten gibt es unter Telefon 00352/26322632, weitere Informationen auf www. philharmonie.lu