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Interview
„Kein Abend ist wie der andere“

 Schauspieler Björn Jung (zweiter von links) gründet mit Freunden eine Stripgruppe.
Schauspieler Björn Jung (zweiter von links) gründet mit Freunden eine Stripgruppe. FOTO: Fischer & Jung
Trier. Das Fischer & Jung Theater kommt mit dem Stück „Ladies Night“ nach Trier. Schauspieler Björn Jung unterhielt sich mit dem TV über die Faszination an der Komödie. Von Julia Nemesheimer

Das Stück handelt von Kalle, Herbert und Norbert, die ohne Job und Geld Letzteres dringend benötigen. Nach einem Gespräch in der Stammkneipe über die Chippendales die zündende Idee: Sie gründen selber eine Männer-Strip-Gruppe! Auch ohne Adonis-Körper wollen die Männer sich nicht aufhalten lassen und so suchen sie nicht nur Mitstreiter, sondern stehen auch vor der Frage: ganz oder gar nicht?

Sie kommen mit der Ladies Night zum wiederholten Mal nach Trier – und jedes Mal ist es gut besucht. Was zieht Sie denn immer wieder in die Tufa?

Björn Jung Wir haben gute Erinnerungen an die Stadt. Trier macht immer jede Menge Spaß. Das Publikum ist sehr offen und auch die Tufa ist ein schöner Ort für uns. Wenn dann sowohl auf als auch vor der Bühne eine gute Stimmung ist, kommen wir natürlich gerne wieder.

Tatsächlich besuchen viele Leute die „Ladies Night“ mehrmals. Was glauben Sie, macht da die Faszination aus?

Jung Zunächst einmal glaube ich, dass der Plot viele Leute anlockt. Die Identifikation ist da ziemlich groß, wenn man fünf Männer auf der Bühne sieht, die sich vielleicht besser nicht in der Öffentlichkeit ausziehen sollten. Da denkt der ein oder andere sicher auch „So einen hab ich auch zu Hause auf der Couch sitzen“ (lacht). Außerdem ist bei uns tatsächlich kein Abend wie der andere. Wir haben einerseits oft eine unterschiedliche Besetzung und gehen andererseits auf die Dinge ein, die um uns herum passieren. Damit reißen wir das nicht einfach so runter, sondern sind mit Leib und Seele dabei und es steckt viel Improvisation mit drin.

Erkennen Sie denn Leute auch mal wieder?

Jung Nach der Show stehen wir immer noch zur Verabschiedung am Ausgang. Da kommen die Leute oft auf uns zu und erzählen, dass sie schon mehrfach da waren und auch wiederkommen möchten.

Wie hoch ist denn dann der Männeranteil bei so einer „Ladies Night“?

Jung Da sind schon viele mitgeschleppte Ehemänner dabei (lacht). Aber der Frauenanteil überwiegt deutlich. Nichtsdestotrotz richtet sich das Stück an beide Geschlechter und das wollen wir auch gerne betonen. Wir haben es schon erlebt, dass eine 20-köpfige Männergruppe bei unserer Show dabei war. Das hat man auch nicht alle Tage (lacht). Und wenn man Feedback bekommt, haben Männer wie Frauen meist gleich viel Spaß – daher möchte ich die Herren gerne ermutigen, auch vorbeizukommen.

Mittwoch, 16. Januar, 20 Uhr, Tufa Trier. Vorverkauf: 29,30 Euro.