Konzerte in der Philharmonie in Luxemburg im Februar

Konzerte : Gipfeltreffen auf dem Kirchberg

Ein Höhepunkt im Februar: Diana Damrau und Jonas Kaufmann in der Philharmonie in Luxemburg.

Sie sind umgeben von der Gloriole höchster Gesangskunst, und auch der begleitende Pianist gehört zu den Großen seines Fachs. Im Februar 2018 finden sich Sopranistin Diana Damrau, Tenor Jonas Kaufmann und Begleiter  Helmut Deutsch zusammen zu einem künstlerischen Gipfeltreffen, das zweifellos gut ist für ein echtes Musik-Ereignis. Einen „Höhepunkt der Saison“, vermeldet der Monatsflyer der Luxemburger Philharmonie. Die hat vorausschauend dafür den Großen Saal reserviert. Für ausreichend Platz ist also gesorgt. Immerhin steht Hugo Wolfs „Italienisches Liederbuch“ auf dem Programm  –  48 Lieder, die in ihrer knappen, treffsicheren und doch stimmungsreichen Tonsprache zum Bedeutendsten der gesamten Gattung gehören (20. Februar).

Trotz dieses einzigartigen Höhepunkts – es wäre erstaunlich, wenn die Philharmonie ihr Angebot in seiner imponierenden Breite auf wenige Star-Auftritte verengen würde. Auch im Februar 2018 ist auf dem Kirchberg Vielfalt oberstes Gebot. Das Angebot an Orchester- oder Chorsinfonik ist vergleichsweise bescheiden. Gastveranstaltungen auswärtiger Orchester beschränken sich auf ein Konzert des Concertgebouw-Orchesters Amsterdam unter Semjon Bychkov mit Katia und Marielle Labèque und dem Konzert für zwei Klaviere von Max Bruch (18. Februar). Das Orchestre Philharmonique konzentriert sich auf seine Mitwirkung bei Rossinis „Barbier von Sevilla“ im Grand Théâtre und liefert im Übrigen eine Reihe unterschiedlicher Veranstaltungen, die bei einem „Dating“ mit Beethovens Eroica und Erläuterungen von Jean Francois Zygel beginnt (7. Februar, 19 Uhr), mit dem traditionellen Benefizkonzert für das Rote Kreuz (8. Februar) fortgesetzt wird  und in der zweiten Monatshälfte den Kindern eine Neufassung des beliebten „Karnevals der Tiere“ präsentiert (24. Februar, 17 Uhr, die beiden Vorstellungen am 25. Februar sind bereits ausverkauft). Die „Solistes Européens“ unter Christoph König konzentrieren sich diesmal auf Beethovens „Eroica“ und das 1. Klavierkonzert von Brahms mit dem Ex-Trierer Alexander Lonquich als Solisten (5. Februar). Außerdem werden Thomas Hengelbrock und sein Balthasar-Neumann-Ensemble in Haydns vordergründig betulicher „Schöpfung“ zweifellos Neues entdecken (3. Februar).

All das sind Auftritte, die viel versprechen. Und doch könnten kleinere Veranstaltungen vielleicht die interessanteren sein. Unter dem Etikett der „rising stars“ tritt im Februar ein Trio in der reizvollen Besetzung Gesang (Nora Fischer), Klavier (Daniel Kool) und dem Lauteninstrument Theorbe (Mike Fentross) an und hat Musik von Monteverdi bis Messiaen im Programm (5. Februar). Pianist und Allround-Musiker Francesco Tristano präsentiert seine zugleich optische und akustische Version von Bachs „Goldberg-Variationen“ (9. Februar). Das Prager Vlach-Quartett und Petra Vahle, Viola, treten an mit  Mozart, Schostakowitsch und Dvorak (19. Februar). Gegen Monatsende bringt das Cuarteto Casals Musik von Beethoven mit (27. Februar). Und drei Projekte von Jazz-Legende Wynton Marsalis gewähren Einblick in die Geschichte von Swing und Blues (23. Februar, 20 Uhr, 24. Februar, 15 Uhr und 20 Uhr). Bleibt für den Februar noch ein Orgelkonzert. Der Name des Organisten spricht für sich: Naji Hakim, Nachfolger von Messiaen an der Orgel von St. Trinité in Paris, wird ein ganzes Konzert lang improvisieren (26. Februar). Ganz gewiss ein Gipfel der Orgelspielkunst.

Sopranistin Diana Damrau gilt als eine der Großen ihres Fachs. Foto: picture alliance / dpa/Joan Castro / Castell De Peralad

Beginn, wenn nicht anders angegeben, ist um 20 Uhr. Karten gibt es unter Telefon 00352/2632 2632 oder auf
www.philharmonie.lu