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Krimi Sturm über der Eifel von Katja Kleiber

Buchbesprechung : Eher ein laues Lüftchen

Sturm über der Eifel - ein neuer Krimi von Katja Kleiber.

Sturm, Eifel? Da kommen rasch Erinnerungen hoch an den Krimi „Eifel-Sturm“ von Jacques Berndorf aus dem Jahr 1999 – es war nicht seine beste Story.

Es geht darin um Mord, Politik, Windkraft, Naturschutz. So auch bei „Sturm über der Eifel“ von Katja Kleiner, der zweite Krimi um die „Eifelhexe“ Ella Dorn. Wobei der Begriff Eifelhexe schon falsche Vorstellungen erzeugt. Ella ist eine Aussteigerin, die aus der Großstadt vor ihrem Burnout in die Eifel floh. Und die diesen Landstrich schätzt  und beschützen möchte. Geschätzt hat die Aussteigerin auch den Schamanen Leo, der im Bereich des Golorings bei Kobern ermordert wird. Das ruft das ungleiche Ermittlerduo auf den Plan. Da ist zum einen die wenig sympathische Kommissarin, die ständig Vertreter verschiedener Berufsgruppen als Pappnasen bezeichnet, sich selbst überschätzt  und zickig mit Zeugen und Kollegen umgeht. Nur am Bett ihres gerade schwerverletzt aus Afghanistan heimgekehrten Bruders, ist sie weniger anstrengend.

Ihr Kollege und Untergebener wird häufiger als nötig als „dicklich“   bezeichnet, er ist Eifeler, auf Frauen-Suche  und lässt  sich bei den Ermittlungen schon mal von weiblichen Rundungen ablenken.

Die beiden Ermittler lösen den Fall natürlich nicht ohne Ella Dorn, die die eigentliche Hauptperson ist und  mehrfach in Gefahr gerät.

Bis der Mörder schließlich gefunden ist, wobei auch noch ein Sondereinsatzkommando in der Eifel vorbeischaut, muss der Leser aber noch so einige Klischees über den Eifeler und langweilige Passagen   über sich ergehen lassen. Nun gut, er muss es nicht, er kann den Krimi auch beiseite legen.

Sturm über der Eifel ist der dritte Krimi, den die freie Journalistin und Kriminalschriftstellerin unter dem Pseudonym Katja Kleiber schreibt. Sie  lebt in Frankfurt, wo auch ihr erster Roman „Dicker als Blut“ spielt.

Katja Kleiber: Stum über der Eifel, Emons-verlag, 12,40 Euro, 222 Seiten.