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Lösegeld-Erpressung für Nolde-Gemälde gescheitert

Kunst : Nolde-Gemälde ohne Lösegeld zurückgekehrt

(dpa) Nach einer gescheiterten Lösegeld-Erpressung haben die Täter ein vor vier Jahren aus einer dänischen Kirche gestohlenes Gemälde von Emil Nolde (1867-1956) ohne Zahlung zurückgegeben. Die Aushändigung des auf 1,3 Millionen Euro geschätzten Bildes „Christus zu Emmaus“ (Foto: dpa) an die Staatsanwaltschaft sei am 22. Dezember über einen Rechtsanwalt in Gegenwart der Polizei und einer Mitarbeiterin der Nolde-Stiftung Seebüll erfolgt, teilten die Flensburger Ermittler am Freitag mit.

Ein Erpresser forderte zweieinhalb Jahre nach dem Raub von der Nolde Stiftung 130 000 Euro. Die Ermittlungen der Polizei wurden zunächst dadurch erschwert, dass der mutmaßliche Erpresser nur verschlüsselt übers Internet mit der Nolde-Stiftung kommunizierte. Die Spuren führten über eine Anwaltskanzlei zu einem Inhaftierten. Er soll aus einem Gefängnis die weiterhin unbekannten Gemäldediebe bei der versuchten Erpressung unterstützt haben. 

(dpa)