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Fernsehen
Mit Stöneberg in den Feierabend: In neuer RTL-Serie spielt ein Trierer mit

Er arbeitet mit starken Frauen: Tim Olrik Stöneberg, der aus Köln stammt und seit vielen Jahren in Trier lebt, spielt in einer neuen RTL-Serie mit. Der Schauspieler guckt sich die erste Folge auch im Fernsehen an.
Er arbeitet mit starken Frauen: Tim Olrik Stöneberg, der aus Köln stammt und seit vielen Jahren in Trier lebt, spielt in einer neuen RTL-Serie mit. Der Schauspieler guckt sich die erste Folge auch im Fernsehen an. FOTO: Petra Simon
Trier. Montag startet die neue Vorabend-Serie „Freundinnen – Jetzt erst recht“. Mit dabei: ein Schauspieler, der seit vielen Jahren in Trier lebt. Von Karin Pütz

Ob als Gladiator bei „Brot und Spiele“, Mephisto im Luxemburger Kaleidoskop-Theater oder als Rocker im Tatort „Eine Handvoll Paradies“: Schauspieler Tim Olrik Stöneberg tanzte in den vergangenen Jahren schauspielerisch auf vielen Hochzeiten. Dabei war er bis zum Intendantenwechsel 2015 ganze 13 Jahre fast ausschließlich auf der Bühne des Trierer Stadttheaters zu sehen. Seit Mai dieses Jahres ist der 45-jährige Tim Olrik Stöneberg – mit Berufskollegin Nadine Stöneberg (ehemals Eisenhardt)  verheiratet und Vater eines zweijährigen Sohnes – auch schauspielerisch wieder „in festen Händen“.

In der neuen täglichen RTL-Fernsehserie „Freundinnen – Jetzt erst recht“ spielt er Stefan Lorenz, den Mann einer der vier Hauptdarstellerinnen. In den vergangenen drei Monaten stand er mehrmals in der Woche für die Dreharbeiten der Serie in Grevenbroich vor der Kamera.

„Von der Zusage für die Rolle habe ich Ende Mai im Urlaub in Ägypten erfahren, gleich danach ging es los mit dem Dreh“, erzählt der aus Köln stammende Stöneberg. Ehefrau Nadine und Söhnchen John haben ihn in dieser Zeit begleitet. „Wir konnten bei der Tante meiner Frau oder bei meinen Eltern wohnen“, sagt der gebürtige Kölner. „Grevenbroich ist nur jeweils eine Dreiviertelstunde von unseren Verwandten entfernt, die wir dadurch auch öfter wieder zu Gesicht bekamen.“

In der Serie geht es um das Leben von vier Freundinnen um die 40 und die Themen Familie, Freundschaft,  Liebe und Beruf. „Sie ist sehr witzig und emotional, und ich glaube, dass jede Frau sich mit einem der vier Mädels identifizieren kann“, sagt Stöneberg. Während am Montag die erste der geplanten 160 Folgen ausgestrahlt wird, gehen die Dreharbeiten kontinuierlich weiter. Schließlich sendet RTL täglich eine 30-minütige Episode der Serie. Somit gehört – wie für das Theaterspielen – ständiges Textlernen zum Leben des Schauspielers.

Doch während beim Theater der mitunter sehr umfangreiche Text für mehrere Vorstellungen über Monate im Gedächtnis bleiben und immer wieder rezitiert werden muss, werden die Textpassagen für die einzelnen Folgen beim Fernsehen  kurzfristig und nur für den Moment gelernt: „Lernen, spielen, wieder vergessen“, lacht Stöneberg. Die neue Herausforderung bereitet ihm sichtlich Freude. „Das ganze Team hat Spaß bei der Arbeit, es gibt viel zu lachen.“

Auch mit seinem Alter Ego – einem zweifachen Familienvater und Klempner – kommt er gut klar. „Der Charakter ist schon weit weg von mir, aber ich mag ihn. Ich bin Schauspieler und habe Spaß daran, Rollen zu spielen.“

Dass er dies auch weiterhin in Trier tut, wird die Fans freuen: Sonntags wird er weiterhin den Zenturio in der Porta Nigra sowie den Gladiator Valerius im Amphitheater bei den Erlebnisführungen geben, und auch dem Theatersport in der Tufa bleibt er treu – „sofern es die Dreharbeiten zulassen“, betont er. Erst einmal ist er gespannt, wie die Serie bei den Trierer Zuschauern ankommt. Heute Abend um 17 Uhr wird auch er sich die erste Folge zusammen mit seiner Frau und ein paar Freunden vor dem heimischen Fernseher in Trier ansehen.