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Neue CD von Al Di Meola, gehört von Jörg Lehn

Neue CDs : Meisterhafter Gitarrenvirtuose

Nach rund 25 Solo-Alben in seiner über 40-jährigen Schaffensphase legt Gitarren-Superstar Al Di Meola jetzt mit „Opus“ eine neue CD vor. Sie enthält elf Titel bei einer Laufzeit von fast einer Stunde. „Opus“ ist wohl nicht nur als „Werk“ zu verstehen, sondern eher als „Werkschau“: Bietet der Meister hier doch vielmehr einen Querschnitt seines überragenden Könnens. Ständig wiederzufinden ist auf der CD sein glockenklarer Ton, oft mit Gitarrensynthesizer verstärkt. Neu aber ist für Di Meola, worauf  er auch ausdrücklich selbst hinweist: „Ich habe eine wunderbare Familie, die mich jeden Tag inspiriert. Ich glaube, dass hört man in der Musik. Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich Musik geschrieben, während ich glücklich war.“ Die Bandbreite des Albums reicht vom Jazz über Fusion und Rock bis hin zu World Music und dem Tango Nuevo des Astor Piazzolla, einem der heißgeliebten Favoriten des inzwischen 63-jährigen Al. Er sagt zu seinen Zielen: „Mit ,Opus‘ wollte ich mein Komponieren weiterentwickeln, weil ich finde, dass die Evolution dieses Teils meiner Persona mich mehr zum Komponisten/Gitarristen als Gitarristen/Komponisten macht.“ So beginnt die CD mit „Milonga Nativa: Wandering in the Dark“ leicht beschwingt mit Di Meola  an der Akustikgitarre sowie Kemuel Roig am Piano. Später wird das acht Minuten lange  Stück noch mit Geigenklängen unterlegt. Schon im zweiten Track, „Broken Heart“,  kommt die E-Gitarre zum Einsatz. Es geht gut ins Ohr, auch wenn der Hörer Di Meola gern auf der akustischen hört. Titel Nr. 3 ist ein Schlaflied für Als Tochter Ava. Der Vater hat für sie eine rund zehnminütige „Traumsequenz“ komponiert. Auch das folgende  - sehr schnelle - Stück „Sannita Cerreto“ hat familiäre Wurzeln. Es ist der Name des italienischen Wohnortes von Als Großvater in der Region Kampanien, den er 2016 besuchte und der ihm die Ehrenbürgerschaft übertragen hat.

Nach rund 25 Solo-Alben in seiner über 40-jährigen Schaffensphase legt Gitarren-Superstar Al Di Meola jetzt mit „Opus“ eine neue CD vor. Sie enthält elf Titel bei einer Laufzeit von fast einer Stunde. „Opus“ ist wohl nicht nur als „Werk“ zu verstehen, sondern eher als „Werkschau“: Bietet der Meister hier doch vielmehr einen Querschnitt seines überragenden Könnens. Ständig wiederzufinden ist auf der CD sein glockenklarer Ton, oft mit Gitarrensynthesizer verstärkt. Neu aber ist für Di Meola, worauf  er auch ausdrücklich selbst hinweist: „Ich habe eine wunderbare Familie, die mich jeden Tag inspiriert. Ich glaube, das hört man in der Musik. Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich Musik geschrieben, während ich glücklich war.“ Die Bandbreite des Albums reicht vom Jazz über Fusion und Rock bis hin zu World Music und dem Tango Nuevo des Astor Piazzolla, einem der heißgeliebten Favoriten des inzwischen 63-jährigen Al. Er sagt zu seinen Zielen: „Mit ,Opus‘ wollte ich mein Komponieren weiterentwickeln, weil ich finde, dass die Evolution dieses Teils meiner Persona mich mehr zum Komponisten/Gitarristen als Gitarristen/Komponisten macht.“ So beginnt die CD mit „Milonga Nativa: Wandering in the Dark“ leicht beschwingt mit Di Meola  an der Akustikgitarre sowie Kemuel Roig am Piano. Später wird das acht Minuten lange  Stück noch mit Geigenklängen unterlegt. Schon im zweiten Track, „Broken Heart“,  kommt die E-Gitarre zum Einsatz. Es geht gut ins Ohr, auch wenn der Hörer Di Meola gern auf der akustischen Gitarre hört. Titel Nr. 3 ist ein Schlaflied für Als Tochter Ava. Der Vater hat für sie eine rund zehnminütige „Traumsequenz“ komponiert. Auch das folgende  – sehr schnelle – Stück „Sannita Cerreto“ hat familiäre Wurzeln. Es ist der Name des italienischen Wohnortes von Als Großvater in der Region Kampanien, den er 2016 besuchte und der ihm die Ehrenbürgerschaft übertragen hat.

Das Cover des „Opus“-Albums wird übrigens vom Familienwappen der Di Meolas geziert. Der folgende  – ebenfalls schnelle – fünfte Titel „Notorious“ ist Als früherer Zusammenarbeit mit der Rockband Led Zeppelin gewidmet. „Escapado“, Stück 7, – mit herrlichem akustischen Gitarrenspiel – hingegen ist vom Tango Nuevo beeinflusst. „Pomp“ (8) zelebriert der Meister gemeinsam mit dem marokkanischen Perkussionisten Rhani Krija. Die folgende langsame Nummer, „Left“, auf der Akustikgitarre dargeboten, ist inspiriert von Di Meolas glücklichem Familienleben. Zum Ende des Albums („Rebel“ (11) wird der Gitarrenvirtuose gemeinsam mit Pianist Kemuel Roig gar zum Rocker – auf seine eigene Art, versteht sich: „im East Village, wo die Hells Angels ihren Sitz haben, auf ein Motorrad steigen und in Little Havanna in Miami ankommen“, so der Maestro selbst zur Inspiration dieses schnellen Titels.

Al Di Meola gilt nicht nur als Superstar an der Gitarre. Zudem ist er einer der  Pioniere im Mixen von Jazz, Rock, Latin und Weltmusik. Höhepunkt seiner Karriere war ohne Zweifel die Zusammenarbeit mit den weiteren Gitarristen Paco de Lucia und John McLaughlin, die in dem 1981 veröffentlichten  Live-Album „Friday Night in San Francisco“ gipfelte. Dieser Tonträger zählt zu den bekanntesten Live-Alben der populären Musikhistorie. Die gemeinsame Arbeit mit anderen Musikern, auch genre-übergreifend,  war stets ein besonderes Kennzeichen des in New Jersey lebenden Italo-Amerikaners. Zu nennen sind etwa Carlos Santana, Phil Collins, Frank Zappa oder auch Stevie Wonder und Herbie Hancock.

Jörg Lehn

Al Di Meola: Opus, EarMusic/Edel 2018.