1. Nachrichten
  2. Kultur

Nico Mono - Am Ende jeder Straße: Wie ein älteres Lied in Corona-Zeiten neue Hoffnung bringt

Nico Mono - Am Ende jeder Straße : Wie ein älteres Lied in Corona-Zeiten neue Hoffnung bringt

Der Ex-Trierer Songwriter Nico Mono bringt eine neue Single raus. Schon vor Corona geschrieben, passt sie gut in die Zeit. Was er damit erreichen will.

Neun Jahre hat Nico Mono in Trier gelebt und Musik gemacht. Seit ein paar Jahren wohnt er allerdings in Bonn. Aber der Singer-Songwriter bringt noch Lieder raus, die er hier geschrieben und aufgenommen hat. So auch seine neue Single „Am Ende jeder Straße“.

Der Titel ist gleichzeitig auch Teil des Refrains, weiter geht es dann: „... kommt ne Kurve, und die kriegst du. Am Ende jedes Tunnels ist ein Lichtblick und du schaust auf ihn zu.“ Es klingt zwar so, aber der Song hat nicht unbedingt was mit Corona zu tun. Denn: Entstanden ist er schon vor ein paar Jahren, sagt Nico: „Ich habe ihn noch mal auf meiner Festplatte entdeckt und er hat mir direkt ein Lächeln ins Gesicht gezaubert, weil er so eine positive Energie nach vorne bringt.“ Deswegen sei gerade jetzt die Zeit den Song rauszubringen, damit das vielleicht auch anderen so geht.

Geschrieben habe Nico das Lied, nachdem es ihm nach einer persönlich schweren Zeit wieder besser gegangen war, „um auch anderen zu zeigen, dass nach jeder auch noch so langen und unwegsamen Straße immer eine Kurve kommt, die dann neue Perspektiven mit sich bringt.“ Jetzt gerade seien viele Menschen, gerade in der Kulturbranche auf so einer Straße unterwegs, sagt er.

Nico Mono nutzt die gezwungene Auszeit von Live-Konzerten nun kreativ, in dem er für seinen schon etwas älteren Song ein brandneues Video gedreht hat. Er steht hinter der Kamera (das hat er übrigens in einem Praktikum beim Offenen Kanal hier in Trier gelernt) während sein guter Freund Daniel Schneiders die Hauptrolle spielt. „Als ich den Song gehört habe, habe ich ihn spätabends angerufen, und ihm von der Idee zum Video erzählt, weil er auch das ganze Jahr schon im Home-Office sitzt und sich vorbildlich an alle Corona-Regeln hält“.

Und um die Themen Home-Office und Social Distancing dreht sich auch der Streifen, der dann dabei herausgekommen ist. Langeweile, Frustration, Müdigkeit, zwischendurch Videokonferenz im Jackett, aber ohne Hose. Für Aufheiterung und Gesellschaft des Protagonisten sorgen dann bunte Ballons, mit Partyhüten und Gesichtern. Nico: „Man kann da natürlich nach Sinn suchen, wie man das bei jedem guten Goethe-Gedicht machen kann.“ Hauptsächlich, soll das Stück allerdings amüsieren. „Es gibt Zeiten und Anlässe, da soll Kunst zum Nachdenken anregen, aber es gibt auch Zeiten, da soll sie mal für 3 Minuten 30 auf heitere Gedanken bringen.“