In einem Interview sagte Ingrid Gündisch vor Kurzem gegenüber dem Trierischen Volksfreund: „Für mich ist es dann Theater, wenn ich einfach sitzen und genießen und ins Geschehen eintauchen kann.“ Mit dem Eintauchen wird es aber in Trier etwas schwierig. Bei „Doktormutter Faust“ teilt sich das Publikum in der EKA in zwei Hälften, und ähnlich wie bei einem Ritterturnier hat es den Korridor dazwischen als Spielstätte vor sich, sieht also während der Aufführung immer die andere Hälfte der Zuschauenden. Die gute Idee, dass sich durch die räumliche Nähe zur Bühne auch eine emotionale zu den Figuren im Stück herstellt, funktioniert aber nicht wirklich.
Theaterpremiere in Trier „Doktormutter Faust“: In der Hölle wird gegendert
Trier · Frei nach Goethe spielt das Theater Trier das Stück „Doktormutter Faust“ in der Europäischen Kunstakademie (EKA) in einer Inszenierung von Ingrid Gündisch. Faust in 100 Minuten – kann das gutgehen?
06.12.2024
, 14:06 Uhr