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Roland Wolf aus Trier startet in der RTL-Serie Sankt Maik durch

Fernsehen : Vom bösen Grafen zum Kaplan

Der gebürtige Trierer Roland Wolf spielt in der RTL-Serie „Sankt Maik“ den „Kaplan Emanuel“ — in jeweils vier Folgen am heutigen Donnerstag, 19. August, und am 26. August.

Er gehört zum Ermittlerteam des Göttinger „Tatorts“ und ist bei „Babylon Berlin“ oder „Dark“ zu sehen: Der in Trier geborene Schauspieler Roland Wolf ist erfolgreich. Im Volksfreund-Interview erzählt er, wie er sich für seinen komödiantischen Part des Kaplans Emanuel vorbereitet hat, und dass ihn seine Kindheit und Jugend im katholischen Trier geprägt hat.

Wie würden Sie Ihre Rolle in „Sankt Maik“ als Kaplan Emanuel beschreiben?

WOLF: Emanuel hat sein Theologiestudium beendet und auf dem Weg zur Priesterweihe muss er nun in der zweiten Phase die praktische Ausbildung absolvieren. Er ist ein sehr rechtschaffener, bibeltreuer und ordentlicher Mensch, der die Regeln der katholischen Kirche vertritt. Manchmal ist er etwas unbeholfen und auf jeden Fall sehr neugierig. Und er freut sich sehr darauf, dass er seine Erfahrungen in Läuterberg machen kann, weil er schon so viel von Pfarrer Sandmann gehört hat und natürlich genau zu diesem Pfarrer möchte, der schon so viele neue Mitglieder in die Kirche geholt hat. Was ihn dort wirklich erwartet, davon hat er keine Ahnung …

Haben Sie sich speziell auf die Rolle vorbereitet oder hat man als gebürtiger Trierer, der ja katholisch geprägt ist, genügend Vorkenntnisse?

WOLF: Die Serie dreht sich vordergründig nicht um die genaue Abbildung eines Geistlichen, sondern viel mehr um das Drama und die Komödie, die in Läuterberg stattfinden. Aber natürlich habe ich mich schlau gemacht, wie so eine achtjährige Ausbildung zum Priester abläuft beziehungsweise welche Stationen man vom Theologiestudium bis zur Priesterweihe durchläuft. Oder auch Bibelzitate nachgelesen und überprüft, die in der Serie vorkommen. Und natürlich bin ich schon sehr geprägt durch meine Kindheit und Jugend in Trier. Ich war Messdiener und habe meinen Zivildienst im bischöflichen Generalvikariat absolviert. Dort war ich in der Abteilung für Sehbehinderte und Blinde, habe sehr viel gelernt und mitbekommen und hatte eine tolle Zeit dort.

Was hat Ihnen an der Rolle Spaß gemacht? Was ist an ihr besonders oder anders als an anderen?

WOLF: Es hat mir großen Spaß gemacht, dass ich als Kaplan Emanuel mein komödiantisches Talent ausspielen konnte. Tatsächlich sind alle Figuren, die ich bisher spielen durfte, sehr unterschiedlich: Der böse Graf im Märchen ist natürlich eine vollkommen andere Figur oder auch der Kommissar Jochen Kunkel im niedersächsischen Tatort geht wieder in eine ganz andere Richtung als der geistliche Kaplan Emanuel.

Gibt es ein Genre oder einen Charakter, den Sie bisher noch nicht gespielt haben und der Sie reizen würde?

WOLF: Wahnsinnig spannend fände ich es, einmal in einer Sitcom nach amerikanischem Vorbild zu spielen wie „Modern Family“ oder „Will & Grace“. Oder auch einmal international zu drehen, würde mich sehr reizen. Ich mag die britischen Produktionen wie „Downton Abbey“ sehr, auf solche historischen Kostümfilme hätte ich große Lust.

Was verbindet Sie noch mit Trier?

 Roland Wolf in einer Szene aus "Sankt Maik". (von Links) Kaplan Emanuel gespielt von Roland Wolf und Pfarrer Maik dargestellt von Daniel Donskoy Foto: TVNOW
Roland Wolf in einer Szene aus "Sankt Maik". (von Links) Kaplan Emanuel gespielt von Roland Wolf und Pfarrer Maik dargestellt von Daniel Donskoy Foto: TVNOW Foto: Christina Bents

WOLF: Mit Trier verbindet mich natürlich mein Elternhaus, meine Familie und Freunde. Meine Geschwister leben in Trier und im Trierer Umland, ich habe ein Patenkind in Trittenheim, meine Eltern leben noch in Heiligkreuz. Ich komme immer sehr gern zurück in die Heimat, um Familie und Freunde zu besuchen. Oder einfach nur zur Erholung, im Vergleich zu Berlin geht es in Trier wesentlich ruhiger zu und ich kann dort sehr gut entspannen: in den Weinbergen, an der Mosel oder auch in Luxemburg – die Stadt und ihre Umgebung bietet so viele schöne Dinge, die ich nicht missen möchte.