Saarländische Künstler zeigen ihre Werke an der Mosel.

Kunst : Künstlertreffen in Trier: Die Bildsprache bleibt schlicht

Saarländische Künstler zeigen ihre Werke an der Mosel.

„Come together“ („kommt zusammen“). Was einst die Beatles forderten, kann heute als allgemein gültiger Anspruch an eine globalisierte Weltgesellschaft gelten.  Der Trierer Kunstverein Junge Kunst pflegt bereits seit Jahren engagiert den Austausch mit Kunstvereinigungen im In- und Ausland.  Darunter sind Vereine aus England, aus Weimar, Chemnitz oder Dresden, aber auch aus Koblenz und dem nahen Saarland. Von dort ist derzeit auf Einladung der Vereinigung das Saarländische Künstlerhaus aus  Saarbrücken mit acht Künstlern zu Gast. Sechs stellen in der Tufa aus, zwei in der Galerie Junge Kunst. Sich mit Freunden zu  treffen ist schön. Allerdings geht das Künstlertreffen  in Trier auch nicht  über ein unverbindliches Freundschaftstreffen hinaus, was die gezeigten Werke angeht.

„Transposition 2“ (Verschlüsselung) heißt die Schau, die bis zum 27. April zu sehen ist. Verschlüsselt ist Kunst grundsätzlich. Wie hier freilich verschlüsselt wird, ist weitgehend vordergründig und schlicht in der Bildsprache. Im ein oder anderen Fall bleibt es bei Fleißarbeit, so wie bei Vera Kattlers nach dem Motto „Was fliegt denn da?“ zum vielteiligen Wandbild arrangierten Papierarbeiten „Vom Sammeln des Flügelschlags“. Ein ausgesprochener Pessimist scheint Ulrich Behr zu sein, der 53 niedliche hölzerne „Pistoletten“ nach Mobile Art im Raum baumeln lässt. „Pistoletten für das Selbst“ heißt die Arbeit. Das reicht  weder für Zeitkritik noch als ironische Brechung, höchstens als Weltschmerz im Life Style Format. Ludwig Schmidtpeters Installation „Balconia Export“, die den exotischen Charme des heimischen Balkons feiert, wirkt wie aus der Wohnzeitschrift. Das Atelier als Denkraum und Labor präsentiert Klaus Harth mit seiner „Atelierhängung“ aus 61 Arbeiten auf Papier.  Mit ihren bisweilen pompösen Kommentaren  muten die Blätter allerdings eher wie ein an die Wand gehängter Zettelkasten an. Ein absoluter Lichtblick in dieser Schau sind dagegen Anne Harings schöne, der Form und der Materialästhetik verpflichtete Plastiken aus Papier und Zellstoff. Und auch Claudia Vogels  klassisch monochrome  Arbeiten, in deren Stille sich eine lebhafte Binnenstruktur verbirgt, machen die Schau sehenswert. Einleuchtend präsentieren sich auch Susanne Schmidts „Lichtinszenierungen“. Neben den Künstlern in der Tufa sind in der Galerie Junge Kunst Arbeiten von Petra Jung und Leslie Huppert zu sehen.

Mehr von Volksfreund