Sängerin Lisa Doby spielt in Trier zwei Zugaben

Konzerte : Eine rauchige Stimme und gekonnte Instrumenten-Soli

Sängerin Lisa Doby hat im großen Saal der Trierer Tufa das Publikum mitgerissen. Die rund 100 Besucher erklatschten sich zwei Zugaben.

Rhythm & Blues, Soul, Funk, Jazz, eine große Bandbreite an musikalischen Stilrichtungen haben Lisa Doby und ihre Band vor 100 Besuchern bei ihrem Gastspiel in der Trierer Tufa gezeigt. Die in den USA aufgewachsene Sängerin verbreitet am Anfang des Konzerts unter dem Titel „Blue Stories“ eine angenehme Stimmung, die an ein Kaffeehaus erinnert. Gemeinsam mit Aurel King an der Gitarre, Bernhard Ebster am Kontrabass und Jay Spieldunner an den Drums kreiert sie ein musikalisches Menü, das beeindruckt. Die Soli und die Freiheiten, die die Arrangements der Stücke den Musikern lässt, nutzen diese eindrucksvoll. Hier ein intensives Solo am Kontrabass, dann wieder gekonnte Gitarrenriffs, die man inzwischen so nur noch selten erlebt, dort eine Einlage an den Drums, immer wieder belohnen die Zuschauer die Musiker mit Zwischenapplaus.

Doch über allem schwebt die rauchige Stimme von Lisa Doby, die einem Moment sanft daherkommt, sich dann aber wieder mit einer Kraft erhebt, die die Besucher mitreißt. Ein Highlight ist das Stück „Dr. Feelgood“ von Aretha Franklin, das Lisa Doby auf ihre Art beeindruckend umsetzt, genauso wie „All I do“ von Stevie Wonder.

Nach der Pause zieht die Band das Tempo an, animiert das Publikum zum Mitklatschen. Was passiert, wenn Tina Turner und Betty Davies zusammenkommen, fragt Lisa Doby die Zuschauer und setzt zu einer Version von „Proud Mary“ an, das genauso mitreißt wie das Original.

Und auch „Eleanor Rigby“, von den Beatles einst ausschließlich mit Streichinstrumenten intoniert, setzt das Quartett als spannungsgeladenes Rhythm&Blues-Stück um.

Das Publikum belohnt eine grandiose Vorstellung von Lisa Doby und ihrer Band mit lang anhaltendem Applaus und erklatscht sich zwei Zugaben.

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