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Sebastian Fitzek bei Lesung in Konz im TV-Interview

Krimi-Show : Für mich ist Schreiben wie ein Sport

Sebastian Fitzek gilt als Deutschlands Thriller-Autor Nummer eins. Seine Bücher wurden zusammen bereits mehr als zehn Millionen mal verkauft und in 24 Sprachen übersetzt. Mit seinem neuesten Werk „Fluganst 7A“, das aktuell auf Platz acht der Spiegel-Bestsellerliste steht, wird Fitzek am Freitag, 6. April, auch das Eifel-Literatur-Festival 2018 eröffnen. Die Lesung im Eventum in Wittlich ist seit längerem ausverkauft. Am Rande der Konzer Thriller-Nacht sprach unsere Mitarbeiterin Katharina Hahn mit dem Bestsellerautor über sein Schreiben, den Erfolg und das Image von Krimis.

Ist die Idee für eine Geschichte ein plötzlicher Geistesblitz oder ein längerer Prozess?

FITZEK Die allererste Idee ist definitiv ein plötzlicher Impuls. Aber eine gute erste Idee macht noch kein Buch. Es kann Jahre dauern, bis sich viele dieser Ideen zu einer guten Geschichte fügen.

Wie sieht bei Ihnen der Schreibprozess aus?

FITZEK Für mich ist Schreiben wie ein Sport. Ich muss mich quasi auf den Platz zwingen. Wenn es läuft, dann läuft es, aber bis dahin ist sehr viel Disziplin nötig.

Warum sind Ihre Bücher so populär?

FITZEK Ich denke, die Leser spüren einfach, ob eine Geschichte von Herzen kommt und authentisch ist. Erfolg hat aber sehr viel mit Glück zu tun. Ein Manuskript muss zur richtigen Zeit in den richtigen Händen landen. Gemessen an meinen Lebenszielen bin ich aber relativ erfolglos. Ich wollte unter anderem Tennisspieler oder Tierarzt werden. Aber das Ungeplante, also Bücher schreiben und heiraten, sind die schönsten Dinge, die mir passiert sind.

Warum werden erfolgreiche Horror- und Thrillerautoren so oft verrissen?

FITZEK Durch die neue Technik wird dieses Problem definitiv verschärft, weil online jeder Kritik abgeben kann. Gerade empathische Menschen, und das müssen Autoren berufsbedingt sein, sind nicht unbedingt dazu gemacht, jeden Tag von hundert Menschen umarmt und von hundert anderen bespuckt zu werden.

Ich sehe mir meistens die Intention des Rezensenten an. Wenn es nur um Verkaufszahlen oder Einschaltquoten geht, ist das nicht direkt an mich gerichtet, und ich schalte die Ohren auf Durchzug.