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Trier: Galerist Klaus Hinrichs verstorben

Kultur : Trierer Galerist Klaus Hinrichs verstorben

(red) Der Trierer Galerist Klaus Hinrichs ist verstorben. Das teilt die Stadt am Mittwoch mit. Schlicht „Kunstraum“ nannten er und seine Frau Ludine ihre 1991 in Trier eröffnete Galerie, die mit „Kunst mit Fotografie“ ein klares Profil hatte.

Es war die zweite Galerie des Ehepaares, bereits 1971 gründete es die erste in der Nähe von Köln und beteiligte sich über Jahrzehnte an internationalen Kunstmessen. Rudolf Bonvie, Astrid Klein, Marcel Odenbach und Andreas Horlitz sind nur einige der heute arrivierten Künstler, deren künstlerischen Werdegang das Ehepaar begleitet hat und deren Werke auch in Trier zu sehen waren.

Neben der Tätigkeit als Galeristen hat sich das Ehepaar Hinrichs auch einen Namen mit der eigenen Sammlung gemacht, die 1992 im Essener Folkwang Museum zu sehen war. Klaus Hinrichs hat 1992 die „Trierer Kunsttage“ mit ins Leben gerufen, war Mitbegründer der Interessensgemeinschaft Rheinland-Pfälzischer Galerien und viele Jahre deren Vorsitzender. Elisabeth Dühr, Direktorin des Stadtmuseums Simeonstift und Vorsitzende des Museumsverbands Rheinland-Pfalz, betont: „Für seine Aktivitäten im Vorstand des Freundeskreises des Stadtmuseums sind wir ihm zu großem Dank verpflichtet.“

Auch Kulturdezernent Markus Nöhl würdigt Hinrichs Wirken: „Mit seiner Galeristentätigkeit hat Klaus Hinrichs kreative Impulse in das Kunstgeschehen der Stadt gegeben. Auch ortsansässige Künstler wie Karl Willems waren in seiner Sammlung vertreten, zahlreiche dieser Arbeiten gingen bereits vor Jahren als Schenkung an das Stadtmuseum Simeonstift. Mit Klaus Hinrichs verliert die Stadt einen engagierten Streiter für die aktuelle Kunst und einen kritischen Begleiter der hiesigen Ausstellungs- und Museumslandschaft.“