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Trier: In Tufa sollen Bürger Bilder von Jakob Schwarzkopf ausstellen

Kunst : Ein Künstler, viele Aussteller: Über diesen Maler ist eine ungewöhnliche Galerie in Trier geplant

Bei der Mitmach-Austellung „Bring your own Schwarzkopf“ in der Tuchfabrik Trier sollen Bürger die Bilder liefern .

(red) Geht es um Künstler der Region ist den Trierer und Triererinnen vor allem ein Name im Gedächtnis: Jakob Schwarzkopf.  Als Künstler prägte er die Großregion, nicht zuletzt, weil er als Glasmaler zahlreiche Fenster der Kirchen und öffentlichen Gebäude gestalte hatt, wie beispielsweise in St. Matthias oder St. Irminen. Doch auch im nichtöffentlichen Raum bleibt der Künstler präsent: Zahlreiche seiner Zeichnungen, Malereien und Graphiken sollen sich im Privatbesitz der Einheimischen befinden.

Dies nimmt sich die Tuchfabrik (Tufa) Trier zum Anlass, Jakob Schwarzkopf zum 20. Todestag mit einem besonderen Ausstellungskonzept zu würdigen: Bürgerinnen und Bürger können ihre Schwarzkopf-Arbeiten zum Teil einer umfassenden Ausstellung im 2. Obergeschoss der Tufa werden lassen.

Das Prinzip ist denkbar einfach: Wer teilnehmen möchte, kann sein Kunstwerk vom 18. März  bis 3. April  in der Artothek der Tufa Trier zu den regulären Öffnungszeiten abgeben. Mit dem Zeitpunkt der Abgabe seien alle Kunstwerke versichert und werden nach Ablauf der Abgabefrist zu einer kuratierten Ausstellung zusammengebracht, versichern die Veranstalter. Unter dem Titel „Bring Your Own Schwarzkopf“ wird die Mitmach-Ausstellung dann vom 22. April bis 13. Mai gezeigt.

Die Tufa Trier sagt, sie hofft auf eine rege Teilnahme, denn umso vielseitiger und umfangreicher könne das Werk des Künstlers präsentiert werden. „Wir sind bereits sehr gespannt auf die eingereichten Arbeiten, viele werden womöglich zum ersten Mal öffentlich ausgestellt“, so Andreas Hamacher, Kurator und ehemaliger Vorsitzender der Gesellschaft für Bildende Kunst.

Die Einbindung der Bürgerinnen und Bürger in das Ausstellungsprojekt sei der Tufa besonders wichtig, denn so werde auch die Auseinandersetzung mit dem Künstler und seinen Arbeiten gefördert. „Natürlich möchten wir auch den Dialog anregen, wer kannte den Künstler noch persönlich, wie ist man zu seinem Kunstwerk gekommen oder gibt es vielleicht sogar eine besondere Geschichte dahinter?“, berichtet die stellvertretende Geschäftsführerin Jana Schröder.

Zur Eröffnung der Ausstellung am 22. April um 19:30 Uhr wird der ehemalige Oberbürgermeister Helmut Schroer als Freund des Künstlers sprechen, sowie Dr. Gabriele Lohberg, ehemalige Leiterin der Europäischen Kunstakademie Trier.