Ein heißer Tipp Wohnungsnot, einst und jetzt; Renovierungsstau, hüben und drüben
Vor Weihnachten ist nach Weihnachten ist vor Weihnachten: rin Geschenktipp für 2025.
Wer bereits auf der Suche nach einem Geschenk fürs Fest im Jahr 2025 ist, hier ein heißer Tipp: Im November nächsten Jahres erscheint eine 25-Euro-Sammlermünze zum Thema „Heilige Drei Könige“. Die im Jahr 2021 vom Bundesfinanzministerium gestartete Serie widmet sich mit der neuesten Ausgabe „einem der wichtigsten Fest der Christenheit, das tief in der Kultur und im Brauchtum Deutschlands verwurzelt ist“, heißt es in einer Mitteilung. Der Entwurf der Münze stammt von dem Künstler Christian Dögerl aus Marquartstein. Die Bildseite zeigt die Heiligen Drei Könige, deren Beruf je nach Übersetzung des Matthäus-Evangeliums mal als Weise, Magier oder Astrologen angegeben wird. Wie auch immer: Jedenfalls folgten die Männer einem Stern, der sie, quasi als Vorläufer von Google Maps, tatsächlich ans Ziel brachte – einem zur provisorischen Behausung umgestalteten Stall.
Apropos Behausung: Damit haben manche Zeitgenossen auch und gerade heute noch Probleme, vor allem, wenn es darum geht, eine zu finden. Irgendwie ist es beruhigend zu wissen, dass es selbst Prominenten so ergehen kann. Zum Beispiel der Schauspielerin Katharina Leonore Goebel, Star der ARD-Serie „Watzmann ermittelt“. Wegen Eigenbedarfs musste sie ihre Berliner Wohnung räumen. Die Suche nach einer neuen Bleibe sei ein Abenteuer gewesen: „Das hat 50 Prozent meines Lebens in Beschlag genommen.“ Bei den vielen Besichtigungsterminen hätten sich für gewöhnlich zwischen 35 und 100 Mitbewerberinnen und Mitbewerber gedrängt. Erst beim letztlich erfolgreichen Termin im beschaulichen Berlin-Reinickendorf seien nur zwei Parteien erschienen, was bei gewieften Wohnungssuchenden vermutlich sofort sämtliche Alarmglocken zum Schrillen gebracht hätte: Irgendwas kann mit der Bude doch nicht stimmen, wenn nur zwei Interessenten sie besichtigen wollen. Goebel bleibt jedoch optimistisch: „Ein glücklicher Zufall. Wir ziehen noch vor Weihnachten ein.“ Na dann: Frohes Fest.
Eine gute Stunde nehmen sich die Deutschen im Durchschnitt Zeit für Kulturaktivitäten jeder Art. 78 Minuten genau pro Tag, hat das Statistische Bundesamt herausgefunden. Den Kulturbegriff haben die Beamten dabei sehr weit gefasst: Einbezogen haben sie den „Besuch von Veranstaltungen und Einrichtungen“, aber auch Lesen, Musikhören oder Spielen. Nicht berücksichtigt wurden das „Konsumieren von Medieninhalten wie Fernsehen und Streaming sowie Computerspiele. Dafür nehmen sich die Leute zusätzlich 15 Stunden pro Woche Zeit. Schüler ab 18 Jahren verdaddeln sogar 18 Stunden. Ehe jetzt alle wieder empört sagen: Haben wir’s doch gewusst – Senioren verspielen wöchentlich 31 Stunden ihrer Lebenszeit.
Trier macht’s vor; da will Paris natürlich nicht hintanstehen: Die Opéra national de Paris muss ihre Bühnen wegen dringender Sanierungsarbeiten für jeweils zwei Jahre schließen. Von Mitte 2027 bis 2029 bleibt die Spielstätte im Palais Garnier geschlossen; die Opéra Bastille folgt dann ab 2030. Beide Häuser werden vom deutschen Intendanten Alexander Neef geleitet. Die Opéra Garnier im 9. Arrondissement gehört zu den meistbesuchten Orten von Paris. Das 1875 eröffnete Haus bietet einen Einblick in den Prunk der Belle Époque. Neben seinem reichhaltigen Kulturprogramm ist es auch für seine prächtige Innenausstattung berühmt, insbesondere für die große Marmortreppe und das Deckengemälde von Marc Chagall. no/dpa