| 12:57 Uhr

Stockholm
Verzicht auf Literaturnobelpreis 2018 in Diskussion

Stockholm. Die krisengeplagte Schwedische Akademie erwägt Medienberichten zufolge, in diesem Jahr keinen Literaturnobelpreis zu vergeben. Das Gremium führe derzeit entsprechende Diskussionen, bestätigte der Sprecher der Nobelpreisstiftung, Carl-Henrik Heldin, gestern dem Sender SVT. Beschlossen sei aber noch nichts, betonten Akademie-Mitglieder demnach auch. Der aus der Jury zurückgetretene Peter Englund schrieb dem Schwedischen Radio: "Mit Gedanken an die Situation der Akademie und den Preis selbst ist es vielleicht das Beste, die Vergabe ein Jahr zu verschieben." Die Schwedische Akademie wählt seit 1901 den Träger des Literaturnobelpreises aus.

Die krisengeplagte Schwedische Akademie erwägt Medienberichten zufolge, in diesem Jahr keinen Literaturnobelpreis zu vergeben. Das Gremium führe derzeit entsprechende Diskussionen, bestätigte der Sprecher der Nobelpreisstiftung, Carl-Henrik Heldin, gestern dem Sender SVT.

Beschlossen sei aber noch nichts, betonten Akademie-Mitglieder demnach auch. Der aus der Jury zurückgetretene Peter Englund schrieb dem Schwedischen Radio: "Mit Gedanken an die Situation der Akademie und den Preis selbst ist es vielleicht das Beste, die Vergabe ein Jahr zu verschieben." Die Schwedische Akademie wählt seit 1901 den Träger des Literaturnobelpreises aus.

Sieben Mal wurde er seitdem nicht vergeben, zuletzt während des Zweiten Weltkrieges von 1940 bis 1943. Die Schwedische Akademie wird derzeit von einem Belästigungs- und Korruptionsskandal erschüttert, in dessen Folge mehrere ihrer 18 Mitglieder zurücktraten. Zuletzt hatte das Gremium beteuert, die Arbeit für den Nobelpreis in diesem Jahr gehe trotzdem weiter. Zugleich hieß es: "Das Ansehen des Literaturnobelpreises hat großen Schaden genommen durch die Aufmerksamkeit um die Krise der Akademie."

(dpa)