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Polizei
Blitzer-Anhänger überrascht Pendler

Das Bild zeigt den Blitzeranhänger auf der Nationalstraße 16 zwischen Mondorf les Bains und Remich.
Das Bild zeigt den Blitzeranhänger auf der Nationalstraße 16 zwischen Mondorf les Bains und Remich. FOTO: Reinhard Adel
Luxemburg. Luxemburg folgt dem Beispiel von Rheinland-Pfalz und setzt gut getarnte Radarfallen ein. Der TV hat nachgefragt, wo die Polizei damit die Geschwindigkeit kontrolliert.
Christian Kremer

Ich kümmere mich beim Trierischen Volksfreund seit 2010 um die Konzer Ausgabe. Vorher habe ich ein Volontariat in der Redaktion absolviert und in Trier Germanistik, Politik- und Medienwissenschaft studiert. Mir ist es besonders wichtig, im Dialog mit den Lesern zu sein. Wer Anregungen hat kann sich jederzeit an mich wenden.

Das Foto, das ein Facebook-Nutzer in einer Blitzergruppe veröffentlicht hat, zeigt  die Radarfalle. Grau und unauffällig steht sie am Straßenrand der Nationalstraße 16 zwischen Mondorf les Bains und Remich an der Obermosel. „Blitzeranhänger jetzt auch in Luxemburg“, kommentiert er das Bild.

Eine Presseanfrage bei der luxemburgischen Polizei zu dem Hänger ergibt, dass er gar nicht so neu ist, wie der Facebook-Nutzer vermutete. Die luxemburgischen Beamten haben das Gerät seit Ende 2017. Polizeisprecherin Yasmine Fleschen sagt: „Der Blitzeranhänger wird an den Stellen eingesetzt, an welchen es in den ersten Monaten des Jahres zu schweren Motorradunfällen kam.“

Auf die Fragen, wann und wo das Gerät bisher im Einsatz war, gibt die luxemburgische Polizei einen Überblick: Zunächst stand die Radarfalle zwischen dem 7. und dem 22. Juni auf der N10 bei Stolzenburg an der Grenze zum Eifelkreis Bitburg-Prüm. Später auf der CR332 bei Vianden, was ebenfalls nicht weit von der Verbandsgemeinde Bitburger Land entfernt liegt. Später wandert der Blitzer im Zwei- oder Drei-Wochentakt quer durch Luxemburg. Bis heute war die Hightech-Anlage an insgesamt sieben Stellen im Einsatz. Seit dem 12. Oktober steht sie an der N 16, wo das Facebook-Foto entstanden ist.

Wer zu schnell fährt, muss in Luxemburg genauso wie in Deutschland mit einem Bußgeldverfahren rechnen. Außerhalb der Ortschaft, wo der Blitzeranhänger in der Regel steht, drohen bei Geschwindigkeitsüberschreitungen von vier bis 23 Kilometer pro Stunde 49 Euro Bußgeld. Ab 24 Kilometer pro Stunde sind 145 Euro und Punkte fällig. Je nach Tempolimit drohen ab einer gewissen Tempoüberschreitung auch Strafverfahren und der Führerscheinentzug.

Mit der Inbetriebnahme des Enforcement-Trailers, wie ihn die Polizei auch bezeichnet, folgt Luxemburg dem Vorbild von Rheinland-Pfalz. Die Polizei in der Region Trier verfügt zum Beispiel seit Mai 2017 über Blitzer-Anhänger. Sie kontrolliert damit zum Beispiel die Geschwindigkeiten auf Autobahnbaustellen.