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Kurioses
Endlich: ein Panzer!

Gar nicht schlecht getarnt: Farblich passt der Panzer der gefunden Schildkröte zum militärischen Camouflage.
Gar nicht schlecht getarnt: Farblich passt der Panzer der gefunden Schildkröte zum militärischen Camouflage. FOTO: TV / Polizei
Diekirch. Warum luxemburgische Soldaten und Polizisten sich mit einer Schildkröte befassen. Von Christian Altmayer
Christian Altmayer

Ein Jagdpanzer 38 und ein M 4 Sherman stehen im Diekircher Militärmuseum. Beide fahren nicht mehr. Trotzdem verfügen die Aussteller allein mit den zwei Fahrzeugen über mehr schwere Geschütze als das gesamte Militär des Großherzogtums.

Mit Panzern haben die luxemburgischen Streitkräfte folglich nur selten zu tun. Und mit einem solchen, wie ihn zwei Diekircher Soldaten diese Woche gesichtet haben, schon gar nicht. Mit den schwarzen Flecken auf dem bräunlichen Untergrund passt er farblich zu den Tarnuniformen, die sie tragen. Er gehört aber nicht dem luxemburgischen Militär, sondern einer Landschildkröte.

Was das 17 Zentimeter lange Reptil so nah an der Kaserne zu suchen hat? Offenbar ist es ausgebüxt. Die Soldaten jedenfalls wussten nicht, was sie mit dem Panzer und der dazugehörigen Echse anfangen sollten und brachten sie zur Diekircher Polizei.

Dort kümmerte sich ein Mitarbeiter um die Schildkröte, brachte sie sogar zum Tierarzt. Der stellte fest: Offenbar hatte sich das Reptil an den Krallen verletzt. Ob aus Mitleid oder Pflichtbewusstsein – der Polizist hat die gepanzerte Echse nun jedenfalls bei sich aufgenommen. Zumindest so lange bis sich der Besitzer findet. Der kann sich unter Telefon 00352/ 4997-8500 bei der Polizei Diekirch melden.

Schildkröte Diekirch Foto: Polizei
Schildkröte Diekirch Foto: Polizei FOTO: TV / Polizei